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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 6/2021
Nachrichten aus dem Rathaus
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Wo darf in der Gemarkung geparkt werden? Feldschütz klärt auf

Der seit August tätige Feldschütz der Stadt Ingelheim, Daniel Pietrusky, hat viele verschiedene Aufgaben. Ein Phänomen, mit dem er täglich konfrontiert wird, ist der ruhende Verkehr in der Gemarkung. Denn in vielen Fällen ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen auf und an Feldwegen nicht erlaubt. „An den Eingängen der Feldwege erkennt man anhand der Schilder, ob der Feldweg überhaupt befahren werden darf“, erklärt Pietrusky. Wenn das bekannte Schild „Verbot für Fahrzeuge aller Art“, ein roter Kreis um eine weiße Fläche, oder das verwandte Schild „Verbot für Kraftfahrzeuge“, ein roter Kreis um ein schwarzes Zweirad und ein Auto, angebracht sind, darf der Weg nicht befahren werden. Ausnahmen gelten lediglich für Anlieger und landwirtschaftlichen Verkehr. Wird ein Fahrzeug vorgefunden, das an einem solchen Weg abgestellt ist, muss Pietrusky ein Verwarngeld verhängen. „Im Augenblick sehe ich meistens noch davon ab. Stattdessen kläre ich mit einem Informationsflyer darüber auf, dass hier normalerweise 30 Euro Verwarngeld fällig wären“, erläutert der Feldschütz.

Widerrechtliches Parken kann auch außerhalb des bebauten Stadtgebietes ernste Folgen haben. In der Gemarkung kann die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge genauso wichtig werden, wie im bebauten Gebiet. Darum kann als äußerstes Mittel das Abschleppen widerrechtlich parkender Fahrzeuge angeordnet werden.

Als Beispiel für Gebiete mit vielen „inoffiziellen“ Parkplätzen nennt Pietrusky den Mainzer Berg und speziell die Westerhausstraße: „Viele möchten die attraktiven Spaziergänge genießen, die unsere Gemarkung bietet. Vermutlich treibt momentan das vermehrte Homeoffice die Menschen in ihrer Freizeit umso stärker nach draußen. Dagegen spricht natürlich nichts, solange auf den vorgesehenen Flächen geparkt wird.“ Oft sind Gewohnheit und Unwissenheit schuld, wenn widerrechtlich geparkt wird. Der Feldschütz steht deshalb gern für Fragen zur Verfügung und möchte im Gespräch Überzeugungsarbeit leisten, damit das Verhängen des Verwarngeldes auch in Zukunft die Ausnahme bleiben kann.

Alle Informationen über den Feldschützen gibt es auf der städtischen Internetseite unter www.ingelheim.de/feldschuetz.