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Hauensteiner Bote
Ausgabe 28/2026
Öffentliche Bekanntmachungen und amtliche Mitteilungen
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Die Kreisverwaltung Südwestpfalz informiert

Tipps zum Schutz vor Legionellen

Gerade in den Sommermonaten steigt die Anzahl der Fälle von Legionärskrankheit (Legionellose). Dass die Krankheit in den wärmeren Monaten häufiger auftritt, hängt auch mit Urlaubsreisen und den damit verbundenen Infektionsrisiken – etwa einem Hotelaufenthalt, dem Aufenthalt in Ferienunterkünften oder der Nutzung von Whirlpools – zusammen. Betroffen sind erfahrungsgemäß insbesondere ältere und immungeschwächte Menschen sowie Raucher. Darauf weist das Gesundheitsamt Südwestpfalz hin, zuständig für den Landkreis Südwestpfalz sowie die kreisfreien Städte Zweibrücken und Pirmasens. Legionellen sind weit verbreitete Bakterien, die Wasser als Lebensraum nutzen. Sie kommen beispielsweise in Warmwasserinstallationen vor und vermehren sich insbesondere dort, wo Wasser längere Zeit steht und Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius hat. Wird etwa beim Duschen oder im Whirlpool legionellenhaltiger Wassernebel eingeatmet, kann nach zwei bis zehn Tagen eine Legionellose auftreten. Sie kann sich mit grippeähnlichen Beschwerden mit Fieber bis hin zu einer schweren Lungenentzündung (Legionärskrankheit) äußern; in schweren Fällen verläuft die Erkrankung lebensbedrohlich. Die Legionärskrankheit ist meldepflichtig. Viele Ferienunterkünfte – ob an Land oder auf dem Wasser – werden nur saisonal oder unregelmäßig genutzt, sodass Wasser in den dortigen Leitungen tatsächlich längere Zeit stehen kann. Gerade in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen mit häufig weit verzweigten Trinkwasserinstallationen und zahlreichen Entnahmestellen können sich die Bakterien vermehren. Auch stehendes Wasser in den Rohrleitungen der eigenen Wohnung, wenn man länger weg ist, kann ein Risiko darstellen.

So lässt sich das Infektionsrisiko senken

Es helfen einfache Maßnahmen:

  • Sowohl bei der Ankunft in der Ferienunterkunft als auch bei der Rückkehr nach Hause alle Warmwasserhähne und Duschen für einige Minuten aufdrehen, damit frisches heißes Wasser durch die Leitungen fließt. Den Raum währenddessen möglichst verlassen, um den Wassernebel nicht einzuatmen.
  • Vorher die Fenster öffnen.
  • Auch Kaltwasser kurz laufen lassen, um stehendes Wasser auszutauschen.

Trinkwasserverordnung regelt Untersuchungspflicht

In Deutschland schreibt die Trinkwasserverordnung die Untersuchungspflicht der Betreiber von Hotels, Gemeinschaftseinrichtungen, gewerblichen Einrichtungen und medizinischen Einrichtungen fest.

Weitere Informationen:

www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/legionellen

www.umweltbundesamt.de/tags/trinkwasserverordnung

Kunstausstellung „ZEIT in DRAHT“ in der Kreisgalerie

Von 19. Juli bis 16. August zeigt die Kreisgalerie in Dahn besondere Arbeiten aus Draht. Die Künstlerin Edda Henßler aus Mutterstadt stellt Figuren und Tiere aus, die sie aus Drahtgewebe formt oder aus buntem Draht häkelt. Ihre Werke sind während der vier Wochen in den beiden Räumen im Erdgeschoss kostenfrei zu sehen. Die Ausstellung kann immer dienstags bis sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besucht werden. In der ersten Woche ist die Künstlerin selbst anwesend. Kreisbeigeordneter Peter Sammel eröffnet die Vernissage am Sonntag, 19. Juli, um 11 Uhr. Zoe Braun, die Enkeltochter der Künstlerin, führt in die Ausstellung ein und berichtet über Edda Henßlers Leben und Arbeit. Für die musikalische Umrahmung sorgt Daniela Kücherer mit der Handpan. „Jede Künstlerin oder Künstler verwirklicht sich mit viel Zeit in Bildern, Plastiken, Musik, Büchern oder Videos. Ich habe viel Zeit in der Auseinandersetzung mit Draht und Drahtgewebe verbracht“, beschreibt Edda Henßler den eher ungewöhnlicheren Weg, den sie eingeschlagen hat. Die Künstlerin schafft mit ihren gehäkelten Tierdarstellungen eine außergewöhnliche Verbindung von Handwerk und Kunst. Während die Technik des Häkelns mit Silber- und Gold-Draht vor allem in der Schmuckgestaltung Anwendung findet, nutzt Edda Henßler bunten Draht in den Stärken von 0,25 und 0,30 Millimeter gezielt zur lebendigen und detailreichen Darstellung von Tierfiguren und anderen Wesen. Draht und Drahtgewebe sind Grundlage für ihre Plastiken, die sich über das Drahtskelett in mehreren Arbeitsschritten und Schichten entwickeln und Form annehmen. So entsteht eine unverwechselbare künstlerische Ausdrucksform, die es in dieser Art bislang nicht gibt. Die Ausstellung „ZEIT in DRAHT“ zeigt, wie aus einem einfachen Material wie Draht fantasievolle Kunst entstehen kann. Ein Besuch lohnt sich für alle, die neugierig auf etwas Neues sind – für Familien, Kunstinteressierte und alle, die sich auf eine besondere Form von Handarbeit und Kunst einlassen möchten.