Titel Logo
Friedrichsthal Aktuell
Ausgabe 15/2019
Aus unserer Stadt
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Umfangreiche Arbeiten im Rahmen der Picobello-Aktion

Frau Schubmehl von der Bismarckschule koordinierte den Einsatz im Schulumfeld und trug die vollen Müllsäcke zum Sammelplatz

Dank der Beteiligung von Schulen, Vereinen und Organisationen ist unsere Stadt wieder ein gutes Stück sauberer geworden.

Alljährlich im Frühling führt der EVS die Picobello-Aktion in den saarländischen Kommunen durch. In diesem Jahr war wieder in Friedrichsthal eine rege Beteiligung zu verzeichnen, es wirkten mit:

Caritas-Gemeinwesenarbeit Friedrichsthal im Bereich Spielplatz und Wohnumfeld Feldstraße, eine Aktion des Bewohnerkreises Feldstraße.

Der CDU Stadtverband Friedrichsthal führte seine Müllsammlung eigener Meldung zufolge im gesamten Stadtgebiet durch.

Die Bogenschützenabteilung der DJK Bildstock hatte sich schwerpunktmäßig den Wald und die Grünflächen um den DJK Sportplatz vorgenommen.

Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg sammelte den Müll auf dem Gelände rund um den Zeltplatz der Pfadfinder.

Die Grundschule Bildstock war bereits am Freitag auf dem Gelände um den Hoferkopf und im Villinger Park aktiv. Dort wurde man von der Johannes-Schule bei der Aufräumaktion tatkräftig unterstützt.

Auch die Grundschule Friedrichsthal machte bei der Picobello-Aktion mit und befreite den Stadtpark, den Schulhof und die angrenzenden Spielplätze von Müllablagerungen. Knapp über eine Stunde war man hier mit Eimern, Tüten und Zangen unterwegs und schon häuften sich die prall gefüllten Säcke. Die kleinen Saubermänner und –frauen waren sichtlich erstaunt und erbost über diese Vermüllung und den schändlichen Umgang mit einer an sich doch sehr ansehnlichen Parkanlage.

Den an Sammelplätzen zusammengetragenen Abfall entsorgte letztlich die Truppe des Baubetriebshofes der Stadt Friedrichsthal.

Allen Beteiligten gilt an dieser Stelle ein herzliches Wort des Dankes.

Bei der Aktion im öffentlichen Raum fiel jedoch auch die Aufmerksamkeit auf teils unhaltbare Zustände auf angrenzenden Privatflächen. In Höfen und Gärten lagern seit Wochen und Monaten gefüllte Säcke mit Abfall, „Gelbe Säcke“, mit nicht dazu bestimmten Massen befüllt, werden nicht abgefahren, Bauschutt aus längst vergangenen Zeiten harrt der Entfernung und die kleinen nicht so beliebten Nagetiere bedienen sich an unachtsam neben Hausmülltonnen abgestellten Lebensmittelresten. Schön ist anders, möchte man hier anmerken. Die Hauseigentümer sollten hier einmal offenen Auges ihren Pflichten nachkommen und auch ihren Mietern etwas auf die Finger schauen. Ansonsten besitzt die Picobello-Aktion nur eine Alibi-Funktion.

Unsere Stadt, in der wir gerne leben, hätte mehr bürgerliches Engagement und Achtsamkeit verdient. Und ganz am Rande: Ein Besen kostet nur ein paar Euro! Wie sagte einst der alte Dichterfürst Goethe? „Ein jeder kehre vor seiner Tür... und rein ist jedes Stadtquartier!“ Das ist über zweihundert Jahre her, aber immer noch wahr!

Die größeren und kleineren Müllablagerungen oder einfach das unachtsamen Fallenlassen von Zigarettenkippen, Papiertaschentüchern, Kronenkorken oder Bonbon-Papier führt insgesamt zu einem schlechten Ortsbild. Dazu kommen noch die Standorte von Altglas- und Papiercontainern mit den Sammelbehältern für Altkleider, an diesen Punkten muss der städtische Bauhof oftmals mehr als zweimal wöchentlich für Ordnung sorgen. Sperrmüll und Unrat, aber auch Bauschutt, benutzte Windeln und ausgemusterte Küchengeräte... alles wird hier still und heimlich abgelagert. Die Reinigung verursacht erhebliche Kosten, einerseits fürs Personal, andererseits auch für die Entsorgung selbst.

Die Stadtverwaltung bemüht sich intensiv, die Verursacher zu ermitteln und kündigt auf diesem Wege die energische Verfolgung und Umsetzung von Maßnahmen nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz an. Je nach Menge und Gefahrenpotenzial können Bußgelder zwischen 50 und 10.000 Euro verhängt werden, dazu kommen auch noch Bearbeitungs- und Zustellgebühren.

In Zusammenhang mit der Picobello-Aktion fordert die Stadtverwaltung Friedrichsthal alle Bürgerinnen und Bürger auf, bei entsprechenden Beobachtungen das Ordnungsamt oder die Polizei zu informieren, Kennzeichen, Art des Fahrzeuges und Uhrzeit zu notieren und wenn möglich, Fotos zu machen. Nicht nur bei der Picobello-Aktion kann man etwas für die Umwelt tun – auch durch Zivilcourage an allen anderen Tagen des Jahres.