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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 10/2019
Neues aus unseren Grundschulen
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Amadeus legt los – Musicalaufführung der Mellinschule in der AULA

Zunächst einmal musste man dem jungen Mozart erklären, was ein Musical überhaupt ist. Denn das weiß natürlich der im Jahr 1756 geborene Salzburger nicht. In Form eines szenischen Vorwortes erklärte eine Lehrerin von heute, alias Andrea Pellegriti, mitinszenierende und mitspielende Pädagogin der Mellinschule, dem heranwachsenden Mozart, alias Jara, was gleich auf der Bühne passieren wird. Und das war richtig großes Musical-Feeling. Der Mozart-Charakter Jara eröffnete die Szene mit einer auf dem großen Flügel von ihr live gespielten Mozartsonate und führte so gekonnt die Realitätsebenen übereinander. Und schon machte sich die Familie Mozart, gespielt von Jara (Mozart als heranwachsender), Viona (Mozart als Kind), Anna (Mutter von Mozart), David (Vater), Clara (Schwester) mit den beiden Leuchtern Tala und Elia auf Lebensreise. Im Stil eines musikalischen Roadmovies brach man mit einer Kutsche entlang der musikalischen Lebensstationen des berühmten Komponisten auf. Fiaker und Bühnenbild stammen aus dem schreinermäßigen Schliff von Theresa Hirsch. Bereits im Jahr 2002 waren viele Gegenstände geschaffen worden, als das Musical zum ersten Mal von der Mellinschule uraufgeführt wurde. Große Töne zum in Halbplaybackstil vorgetragenen Format, brachten die Kinder des Schulchores zum Besten, unter der Leitung von Tina Azizi. Da musste natürlich jede Einspielung passen – dank Praktikantin Annika, und natürlich Großmeister Dieter Mantz an der Tontechnik, klappte alles reibungslos. Und nicht nur die fleißigen Bienchen vom Förderverein der Schule, die mit Kuchen und Getränken unermüdlich zur Stelle waren, machten Hunger auf mehr. Auch der ganze Musicaltag rief nach Wiederholung. „Wir planen eine Wiederholung im Juni. Und hängen dann noch die Zauberflöte als Singspiel dran“, verriet Regiechefin Margarete Scherer, die in Kleinarbeit den Dritt- und Viertklässlern das Musical auf den Leib trainierte. Strahlende Kindergesichter und tosender Applaus waren der Lohn.

Fotos: Stadt Sulzbach