Jetzt, wo das Frühjahr naht, kommen unsere geliebten haarigen Vierbeiner – unter anderem Hunde und Katzen – wieder in den Fellwechsel.
Mir – ich bin selbst Hundehalterin – ist bei meinen Gassirunden durch den Wald aufgefallen, dass es Menschen gibt, die das Fell ihrer Lieblinge im Wald bürsten und es an Ort und Stelle liegen lassen, was katastrophal für unsere heimischen Wildvögel enden kann.
Arten wie Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönig und viele mehr beginnen nun bald mit dem Nestbau. Dabei schafft ihnen Material wie Zweige, Halme, Moose und Blätter eine stabile Struktur fürs Nest. Federn, Tierhaare und Wolle bieten gute Isolierung und Gemütlichkeit.
Unsere Hunde wiederum werden gebadet und bekommen regelmäßig Floh- und Zeckenprophylaxe, was für sie unbedingt erforderlich ist, um Krankheiten zu verhindern. Für Vögel wiederum kann dies tödlich sein.
Das Fell der Hunde kann pestizidbelastete Rückstände haben, die durch den Nestbau der Vögel direkt mit der dünnen Haut der Küken in Kontakt kommen und diese so vergiften können. Längere Hundehaare können sich um die zarten Flügelchen und Beinchen der Jungvögel wickeln und diese abbinden; im schlimmsten Fall kann es zur Strangulation kommen.
Also bitte: Pflegt eure Hunde zu Hause und entsorgt die Haare nach dem Bürsten und Kämmen. Lasst sie nicht im Wald oder den Parkanlagen liegen. So kann jeder von uns einen kleinen Beitrag zur Arterhaltung und gegen das Vogelsterben leisten.
Übrigens dürfen Hundehaare in die Biotonne oder auf den Kompost; dort also bitte unterbringen.