Sehr gut besucht war die Jahresausstellung des Kunstvereins Sulzbach. Dabei standen ab Anfang April Wolfgang Mussgnug und seine Kunst im Fokus. 41 Arbeiten, entstanden vorwiegend in den zurückliegenden drei Jahren, hatte der gebürtige Bayer dazu bereitgestellt. Der Freischaffende Künstler aus Nördlingen arbeitet seit 1984 in seinem Metier, studierte vorher Philosophie, Politologie sowie Kunstgeschichte und hatte Lehrtätigkeiten an der Internationalen Hochschule für Kreativpädagogik (Calw) sowie an der Medical School Hamburg.
Der Stil des Künstlers, der bereits durch die Sulzbacher Glaskunsttage Bekanntheit erlangte, lässt sich als vielschichtig, experimentell und materialbetont beschreiben. Er selbst sagt, er möchte mit seinen „lyrischen Abstraktionen“, wie er sie selbst betitelt, „eine große Heiterkeit und Leichtigkeit“ darstellen. Besucherinnen und Besucher sollten seine Werke sehen und die Ausstellungsräume mit einem leichten Lächeln verlassen. Wolfgang Mussgnug arbeitet interdisziplinär und gestaltet zeitgenössische Glasobjekte, Glaskunst und Glasmalerei, so wie er auch zeichnet und malt und Installationen sowie Kunst am Bau fertigt. Er beschäftigt sich mit der Verbindung von Handwerk & Konzeptkunst, von Tradition & Moderne und von Materialität, Licht & Farbe. Sein thematischer Fokus liegt auf der Beziehung von Mensch und Kunstwerk und auf Wahrnehmungen, Emotionen und Interpretationen daraus.
Mit dieser wundervollen Vernissage und Ausstellung im gewohnt ungezwungenen Rahmen erwies sich der Kunstverein einmal mehr als kultureller Motor der Stadt Sulzbach und brachte auch diesmal wieder die Bedeutung von Kunst in den gesellschaftlichen Dialog. Getreu dem Motto „Kunst schafft Räume der Begegnung“ zeugten gute Gespräche davon, dass der Kunstverein die regionale Kulturvernetzung voranbringen möchte und die überregionale Wahrnehmung Sulzbachs positiv besetzt.