Titel Logo
Sulzbacher Umschau
Ausgabe 19/2018
Informationen aus der Stadt
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Auf den Spuren Ludwig Harigs

Zu einem Gedenk-Rundgang wurde der Stadtspaziergang mit Rita Lampel-Kirchner am Sonntag. Der am 18. Juli 1927 in Sulzbach geborene Schriftsteller Ludwig Harig starb am 5. Mai in seinem Heimatort. Die Stadt-Archivarin hatte zu einer Führung durch Harigs Sulzbach eingeladen.

Von seinem Geburtshaus in der Schlachthofstraße 6 folgten zehn Literaturinteressierte der Stadt-Archivarin zu Harigs Spielgelände am Schlachthof, bis hin zu seiner Ausbildungsstätte, der dem Rathaus benachbarten Schule. Mit dabei waren Harigs Neffe Lukas und Gertrud, die Frau seines Bruders Hermann. Von Ihnen erfuhren die Besucher die Nachricht vom Tod des Sulzbacher Ehrenbürgers.

„Ich bin in Sulzbach geboren, einem Bergmannsdorf, das zwar 1946 eine Stadt geworden ist, aber immer schon die Perle des Sulzbachtals gewesen ist, eine Staubperle, eine kleine Leuteperle, ich fühle mich sehr geborgen in Sulzbach, obwohl diese Stadt der hässlichste Ort in Mitteleuropa ist. Aber das hat gar nichts damit zu tun, dass ich ihn über alles liebe“, so beschrieb der ehemalige Volksschullehrer seine Heimatstadt.

Sulzbach hatte immer wieder Niederschlag in seinen Werken gefunden. Mit „Die neue saarländische Freude“ hatte er ein Lesebuch über die gute Art zu leben und zu denken geschrieben. Einem größeren Publikum wurde der ehemalige Volksschullehrer mit „Ordnung ist das ganze Leben“ bekannt. Diesem ersten Band folgten noch „Weh dem, der aus der Reihe tanzt“ und als Abschluss seiner lebensgeschichtlichen Trilogie „Wer mit den Wölfen heult, wird Wolf“. Schon 1966 erhielt Harig den Kunstpreis des Saarlandes. 1987 wurde ihm von der Universität des Saarlandes die Ehrendoktorwürde verliehen.

Dass sich in allen diesen Werken Wiedererkennungseffekte für Sulzbacher ergeben, demonstrierte Lampel-Kirchner mit Zitaten, die Bezug auf die angelaufenen Örtlichkeiten hatten. „Seiner Heimatstadt und dem Saarland hat Harig ein literarisches Denkmal gesetzt. Er ist ein wunderbarer Botschafter unserer Stadt, der Region und des Saarlandes“, so Bürgermeister Michael Adam über den Verstorbenen.