Viele Herausforderungen wurden im Jahr 2025 gemeistert und aktuelle Aufgaben werden im neuen Jahr angegangen – das ist die Essenz des Neujahrsempfangs der Stadt Sulzbach am Freitag, 9. Januar 2026. Die persönliche Begrüßung der rund 200 Gäste übernahmen in gewohnt charmanter Manier Bürgermeister Michael Adam und seine Frau Stefanie Tesch-Adam sowie die Erste Beigeordnete Daniela Morsch und der Beigeordnete Jörg Scheller. Ihre persönlichen Worte zum Empfang und die guten Wünsche zum neuen Jahr schafften eine entspannte Atmosphäre.
Dementsprechend war die Aula proppenvoll mit gut gelaunten Gästen. Gefolgt waren der Einladung zur Begrüßung des neuen Jahres Bürgerinnen und Bürger, Ratsmitglieder, Vertreterinnen und Vertreter von Banken sowie Wirtschafts- und Handwerksbetrieben, Dienstleister und weitere Gewerbetreibende, Leiterinnen und Leiter von Schulen, Kindertageseinrichtungen und weiteren pädagogischen Einrichtungen, Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Religionsgemeinschaften, Beauftragte, Vereine und ehrenamtlich Aktive sowie Trägerinnen und Träger der Bürgermedaille, Vertreter von Polizei, Feuerwehr, DRK, DLRG, THW und Bundeswehr, sozialen und karitativen Einrichtungen, von Ärzteschaft und Gesundheitswesen.
Bürgermeister Adam freute sich außerdem über die Besuche einiger Landtagsabgeordneter und seiner Bürgermeisterkollegen aus Friedrichsthal, Quierschied und Dudweiler. Auch die französischen Freunde aus Rémelfing mit Bürgermeister Hubert Bouring waren der Einladung gefolgt.
Zur Begrüßung erhielten die Gäste einen kleinen Glücksbringer sowie einen Bierdeckel mit dem QR-Code, der zum digitalen Jahresrückblick weiterleitet und einen Stift mit 80 Jahre Stadt Sulzbach Logo. Herzstück des Neujahrsempfangs der Stadt Sulzbach war die Neujahrsansprache von Bürgermeister Michael Adam, in der er aufzeigte, was nun im Jahr 2026 bevorsteht.
Zum Auftakt betonte der Verwaltungschef: „Mögen sich weiterhin viele für die Gemeinschaft engagieren und sich dadurch unsere Stadt weiterhin positiv entwickeln und das mit Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und einem lebendigen Miteinander.“ Denn dieses Miteinander sei gerade in politischen schwierigen Zeiten nicht selbstverständlich. Erfreut zeigte er sich darüber, dass 2025 fast alle Beschlüsse im Sulzbacher Stadtrat und seinen Ausschüssen einstimmig gefasst wurden. Als Beispiel nannte er, dass es erneut gelang, den Haushalt 2026 noch im Dezember 2025 einstimmig zu beschließen. Laut eines aktuellen SR-Berichtes hatten dies nur wenige Kommunen im Saarland geschafft. Das finanziell sicherlich größte Projekt sei der weitere Ausbau der Sulzbacher Grundschulen. Unter anderem soll die Nachmittagsbetreuung in der Waldschule erweitert werden, zudem habe der Anbau an der Mellinschule die Finanzierungshürde im städtischen Haushalt genommen. Lediglich stünden noch die Genehmigungen der Kommunalaufsicht und des Innenministeriums aus.
Auch die große Politik fand Eingang in seine Rede: „Die Verschiebung von Anstand und Moral auf der weltpolitischen Bühne ist atemberaubend.“ Umso wichtiger sei es, den Sicherheitsapparat vor Ort zu stärken. Daher unterstütze die Stadt weiterhin alle Blaulichtorganisationen: die Freiwillige Feuerwehr, das DLRG, das THW und das DRK. Alleine rund eine Million Euro werde für wichtige Zukunftsmaßnahmen bei der Feuerwehr bereitgestellt.
So stehe die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs auf der Agenda. Zudem der Bau eines modernen Gerätehauses in Altenwald, Feuerwehrprämien, moderne Einsatzgeräte und vieles mehr. Zwar seien THW, DLRG und DRK anders organisiert und finanziert, doch auch hier wolle die Stadt weiterhin deren Arbeit unterstützen. Er lobte die Bereitschaft der Ehrenamtler, tagtäglich rund um die Uhr für die Sicherheit der Sulzbacherinnen und Sulzbacher zu sorgen, und bedankte sich dafür sehr herzlich.
Doch dieses Engagement alleine werde für die Zukunft wohl nicht mehr ausreichend sein, wie der Stromausfall in Berlin vor wenigen Tagen oder das Pfingsthochwasser im Saarland 2024 gezeigt hätten. Er plädierte dafür, dass sich Verwaltung und Bürgerschaft vorbereiten sollten. Die Verwaltung habe ihr kommunales Krisenmanagement ausgebaut und im vergangenen Jahr einen Flyer mit Tipps zum Verhalten im Krisenfall an alle Haushalte verschickt. Nun solle noch ein belastbares Netzwerk unter anderem aus Notfalltreffpunkten, Ansprechpartnern, Krisenmanagern und ordentlich vorbereiteten Bürgerinnen und Bürgern etabliert werden.
Auch die Digitalisierung gehöre zur Sicherheit und so sind für eine ordentliche IT-Struktur und deren Ausbau im Haushalt 2026 rund eine Million Euro vorgesehen.
Ein Thema, das nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch sehr viele Bürgerinnen und Bürger umtreibe, sei die Sauberkeit in der Stadt. Er betonte: „Alleine 1.500 Tonnen illegaler Müll im Jahr 2024 sind einfach zu viel!“ Stadtrat und Verwaltung hätten einvernehmlich Ende 2025 ein umfassendes Stadtreinigungskonzept mit vielen Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zähle unter anderem, die Containerstandplätze neu zu ordnen und die Anzahl der Altkleidercontainer zu minimieren, um die davon ausgehenden Verschmutzungen zu minimieren. Mit der neuen Kehrmaschine soll das Straßennetz systematisch und optimiert gereinigt werden. Doch das alles werde nur gelingen, wenn die Bürgerschaft mitmacht. Ohne die Bürgerinnen und Bürger könne ein solches Konzept nicht gelingen, da jeder unachtsam weggeworfene Zigarettenstummel oder Papiertaschentuch seien Müll, der entfernt werden müssen. Gleiches gelte für jedes Kaugummi, das einfach in die Landschaft weggespuckt wird und auch für die Hinterlassenschaften von Hunden auf Gehwegen oder in Grünanlagen. Das müsste sich auch dringend ändern. Denn, so der Bürgermeister: „Wir wollen alle in einer sauberen Stadt wohnen und Sauberkeit gelingt nur gemeinsam.“
Vereinsarbeit sei Lebensqualität. Daher unterstütze die Stadt beispielsweise die Sportvereine, die auch 2026 weiterhin von den Hallenentgelten freigestellt werden sollen. Daneben soll es Projektförderungen und sonstige Förderungen geben. Zudem soll auf Beschluss des Stadtrates die bisher jährliche Vereinsförderung von 55.000 Euro auf 75.000 Euro erhöht werden.
Im laufenden Jahr 2026 werde für die Stadt eine Veranstaltung sicherlich besonders im Fokus stehen: Mit einem Festakt möchte Sulzbach die Verleihung der Stadtrechte genau vor 80 Jahren feiern. Der Bürgermeister betonte: „Bei den Feierlichkeiten wollen wir die gesamte Bevölkerung mit unterschiedlichen Formaten einbeziehen.“ Die Geschichte der Stadt – die insgesamt immerhin 680 Jahre zurückreicht – habe gezeigt, wie es der Stadt und der Bürgerschaft immer wieder gelungen sei, Krisen zu meistern und mit Mut, Fleiß und Zusammenhalt zusammenzustehen. Er appellierte: „Lassen Sie uns mit Zuversicht und Tatkraft dieses neue Jahr angehen und ein neues, starkes Kapitel zu dieser 680-jährigen Geschichte hinzufügen.“
Zum Abschluss wünschte er allen zusammen eine gute und solidarische Gemeinschaft in wahrhaft stürmischen Zeiten, aber auch persönlich ein gesundes, glückliches, erfolgreiches neues Jahr.
Für die musikalische Untermalung der kurzweiligen Veranstaltung sorgte das Trio „Die fantastischen Drei“. Die Musiker sorgten mit Interpretationen unter anderem von „Je veux“ von Zaz oder „This is the life“ von Amy Macdonald für gute Stimmung. Als Abschlusslied interpretierten sie „The Rose“ von Bette Midler. Kulturamtsmitarbeiterin Stefanie Bungart-Wickert moderierte gewohnt souverän und führte durch das Programm. Mitglieder der Ka-Ju-Ka Hühnerfeld kümmerten sich in gekonnt professioneller Weise und traditionell um die Bewirtung der Gäste.
Ein besonderer Dank geht an alle Mitarbeitenden, die die Veranstaltung vorbereitet und für einen guten Verlauf gesorgt hatten.