Anlässlich der Stadtwerdung vor 80 Jahren hatte der Kunstverein am Sonntag, 6. September 2026, eine besondere Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Überregional bekannte Sulzbacher Maler“ werden bis zum 20. September Werke von Künstlern gezeigt, die zur Zeit der Stadtwerdung und in den Jahren danach in Sulzbach lebten und arbeiteten. Die Vernissage bot den Gästen einen eindrucksvollen Einblick in eine bedeutende Epoche der örtlichen Kunstgeschichte.
Zur Begrüßung nahm Bürgermeister Michael Adam die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte Sulzbachs. Dabei erinnerte er an die bereits damals guten Beziehungen Sulzbachs zur französischen Militärregierung. Dass die freundschaftlichen Beziehungen zu Frankreich bis heute Bestand haben, unterstrich auch die Anwesenheit von Jérôme Spinoza, Generalkonsul der Republik Frankreich im Saarland.
Die Ausstellung widmet sich einer Zeit, in der eine bemerkenswerte Zahl von Künstlern in Sulzbach ansässig war. Viele von ihnen genießen auch heute noch überregional in der Fachwelt Anerkennung. Die Frage, warum gerade in dieser Zeit so viele Kunstschaffende in Sulzbach lebten und arbeiteten, bildet einen spannenden Ausgangspunkt für die Ausstellung.
Die erste Vorsitzende des Kunstvereins, Dagmar Günther, stellte die beteiligten Künstlerinnen und Künstler in kurzen Worten vor. Zu sehen sind Arbeiten von Fritz Berberich, Richard Eberle, Horst Günther, Lothar Högel, Alex Kuhn, Hans-Willi Scherf, Erwin Steitz, Barbara Steitz, Christine Steitz und Fritz Zolnhofer. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in die Vielfalt und Bedeutung des künstlerischen Schaffens in Sulzbach und lädt dazu ein, bekannte Werke wiederzuentdecken und bislang eher unbekannte Arbeiten näher kennenzulernen.
Eine besondere Freude war die Anwesenheit von Angehörigen der Künstler. Mit Christiane Kühr, der Tochter von Fritz Berberich, Christine Steitz-Kramer, der Tochter von Erwin Steitz, und Annette Kuhn, der Tochter von Alex Kuhn, waren drei Künstler-Töchter bei der Vernissage zu Gast. Auch Dagmar Günther, die Tochter des Malers Horst Günther, gehört zu den Nachkommen eines der vertretenen Künstler. Ihre Anwesenheit verlieh der Veranstaltung eine persönliche und besondere Note.
Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat der französische Generalkonsul Jérôme Spinoza übernommen. Damit wird zugleich die enge Verbindung zwischen der Ausstellung und dem französischen Einfluss auf die Geschichte Sulzbachs unterstrichen.
Auch Kulturamtsleiterin Vienna Gebhardt richtete einige Worte an die Gäste. Sie würdigte das engagierte Wirken des Kunstvereins und dankte ihm für seinen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt. Die Ausstellung sei eine wertvolle Bereicherung, um die Kunstgeschichte Sulzbachs lebendig zu halten und dieses kulturelle Erbe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Anschluss an die offiziellen Begrüßungen hatten die Gäste Gelegenheit, die Ausstellung in Ruhe zu besichtigen, sich über die Künstler und ihre Werke zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.