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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 48/2019
Geschichte der Woche
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Gute Noten für Sulzbachs Trinkwasser:

Hans Klein schwört auf Trinkwasser aus Sulzbacher Wasserhähnen. Foto: Stadt Sulzabch

Ein Erfahrungsbericht

Es war eigentlich eine Frage des Geschmacks und zunächst keine Entscheidung für Gesundheit oder Ökologie. Die Rede ist von Hans Klein. Der 82-jährige Sulzbacher trinkt seit mehr als zehn Jahren Leitungswasser statt Mineralwasser aus Flaschen. „Es hat einfach besser geschmeckt, hat keine Kohlensäure. Früher habe ich Mineralwasser getrunken. Oft war das eine zu salzig, das andere zu zart“, stellt Klein fest. Der gebürtige Sulzbacher und Sonderschulrektor im Ruhestand weiß das wertvolle Nass aus Sulzbacher Wasserhähnen zu schätzen. Es ist fester Bestandteil seines bewussten Ernährungsplanes, denn Klein kennt sich mit allen Tricks aus der empirischen Ernährungswissenschaft aus. „Das Juli-Heft 2019 der Stiftung Warentest bestätigte mir, was ich schon angenommen hatte. Unser Quellwasser aus der Erde hat einfach die gleiche Qualität und einen vergleichbaren Mineralstoffgehalt wie Mineralwasser vom Discounter“, so Klein. Das Testheft nimmt 32 Mineralwässer unter die Lupe und der Blick auf die Trinkwasseranalyse der Stadtwerke Sulzbach lässt staunen: „Gerade das wichtige Kalium, das die Blutgefäße weich hält, ist im Sulzbacher Wasser mit 3,83 mg/l enthalten. Vergleichsweise kommt es in den getesteten Mineralwässern zwischen 1,1 und 7,3 mg/l vor. Der Grenzwert liegt bei 12 mg/l“, so Klein. Der interessierte Wassertrinker legt nach: „Auch Magnesium und Calcium liegen mit Natrium voll im erforderlichen Durchschnitt. Und das krebserzeugende Nitrit liegt weit unter dem Grenzwert von 0,5 mg/l, nämlich bei weniger als 0,005 mg/l“, so Klein weiter. Bald überzeugten Klein nicht mehr nur Geschmack und der beachtliche Gesundheitsaspekt, sondern auch die Ökologie: „Der Umweltgedanke kam schnell“, so Klein, „Einwegflaschen kamen für mich nie in Frage. Abgesehen davon, dass Plastikflaschen nachgewiesenermaßen Kleinstabriebe ins Wasser absondern, gibt Stiftung Warentest außerdem an, dass fast alle Einwegflaschen als Leergut zurückkommen, aber nur 30 % recycelt werden“, gibt er zu bedenken. Der 82-Jährige hat sich nicht zuletzt auch aus praktischen Gründen für das Sulzwasser entschieden, wie er das Sulzbacher Kranen-Wasser liebevoll nennt. „Ich brauche nichts zu schleppen und habe immer genug Wasser im Haus“, sagt er. Preiswert sei es obendrein: „Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, jeden Tag 1,5 l Wasser zu trinken. Günstiges Mineralwasser mit 13 Cent pro Liter kostet rund 71 Euro im Jahr. Wenn ich Sulzwasser trinke, komme ich mit unseren Trinkwasserpreisen mal eben auf rund zwei Euro im Jahr“.