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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 49/2018
Informationen aus der Stadt
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Willkommen in der Tafel-Runde

Ess-Eck wird zur Tafel

Langwierig war der formal korrekte Weg, um aus dem Ess-Eck in Sulzbach die Tafel Sulzbach-/Fischbachtal zu machen. Mit dem Bescheid der Tafel Deutschland e.V. kam jetzt der lang ersehnte Bescheid aus Berlin: „Wir heißen Sie herzlich in der Tafel-Runde willkommen!“ Der zu Beginn des Jahres 2018 gegründete Verein „Tafel Sulzbach-/Fischbachtal“ zählt damit auch offiziell zur bundesweiten Tafel-Organisation. Die saarländischen Nachbar-Tafeln aus Saarbrücken, Neunkirchen und Homburg stimmten der Neugründung zu. Jetzt dürfen unter der Kennung RPSL 067 Lebensmittel von Supermärkten und Lebensmittelgeschäften zur Verteilung an Bedürftige übernommen werden.

Marliese Stay, die Organisatorin der vor fast zwei Jahren von der Stadt Sulzbach eingerichteten Lebensmittelverteilstelle „Ess-Eck“ betont, dass sich nichts ändert: „Nur der Name wird ein anderer.“ Im Rahmen einer kleinen Feier wird Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam im Januar „seine“ auch schon als Suppenküche aktive Sozial-Einrichtung auf den Tafel-Verein Sulzbach-/Fischbachtal übertragen. „Lebensmittel retten, Menschen helfen“ lautet das Motto, nach dem künftig zu arbeiten ist.

Bedürftige Bürger, Rentner mit Grundsicherung, beziehungsweise niedrigem Rentenbescheid und Hartz IV-Empfänger werden wie bisher im Kirner Eck ihre Lebenshaltungskosten senkend, mit Lebensmitteln versorgt. Der Gründungsvorstand der Tafel Sulzbach-/Fischbachtal hofft darauf, dass wie zuvor das Ess-Eck auch die Nachfolgeorganisation dank großzügiger Spenden von Vereinigter Volksbank und lokalen Geschäften in die Lage versetzt werden, Bürger aus Quierschied, Friedrichsthal, Sulzbach und Dudweiler zu unterstützen. Rund 500 Besucher sind beim „Ess-Eck“ registriert. 2019 werden sie von der Tafel Sulzbach-/ Fischbachtal e.V. versorgt.

Der Gründungsvorstand hat nach ersten Aktivitäten in diesem Jahr 26 Mitglieder werben können. Die sollen aber, so die evangelischen Pfarrer Hammer und Kiwitt aus dem Vorstand, nach der vom Finanzamt bereits ausgestellten Gemeinnützigkeitsbestätigung deutlich mehr werden. Im Februar soll eine Mitgliederversammlung stattfinden, um neben den neun Gründungsmitgliedern dem Tafel-Verein nicht nur einen gewählten Vorstand zu ermöglichen, sondern auch eine breite Basis sozial denkender Bürger zu erreichen.