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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 5/2019
Thema der Woche
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Feuerwehr: Immer wieder Probleme mit FalschparkernFeuerwehr: Immer wieder Probleme mit Falschparkern

Foto: Feuerwehr Sulzbach

Sie ist rund zehn Meter lang und drei Meter breit. Die Rede ist von der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach. Mit einem Wert von rund einer halben Million Euro ist sie das wertvollste und auch das wichtigste Fahrzeug der Feuerwehrflotte. Daher dürfen es nur erfahrene Feuerwehrleute fahren, die speziell geschult sind und regelmäßig Übungsfahrten mit dem riesigen Fahrzeug machen. Und obwohl die Fahrer bestens ausgebildet sind, kommt es auch für sie im Einsatzfall immer wieder zu brenzligen Situationen. Vor allem dann, wenn in sowieso schon engen Straßen beidseitig geparkt wird oder enge Kurvenbereiche zugeparkt sind. Bei der Bekämpfung von Bränden in Dachgeschossen und Mehrfamilien- oder Hochhäusern kommt die Drehleiter wegen ihrer großen Reichweite zum Einsatz. Dazu ist in den letzten Jahren der Einsatz der Drehleiter bei der Rettung von Personen ständig gestiegen. Kürzlich war dies mal wieder der Fall. Die Drehleiter rückte aus zu einer Menschenrettung in der Wilhelmstraße. Doch der schnellste Weg war versperrt. Wichtige Minuten gingen verloren. Dabei ist bei Rettungseinsätzen jede Minute wichtig, oft sogar entscheidend. „Bei Bränden beginnt ab der achten bis zehnten Minute die kritische Rauchphase. Ab der elften Minute wird es sehr kritisch, wenn Menschen noch im Gebäude eingeschlossen sind und Rauchgas einatmen. Und ab der fünfzehnten Minute kann die Person meist schon nicht mehr gerettet werden“, erklärt der Sulzbacher Wehrführer Richard Plein.

Schon seit Jahren macht die Feuerwehr daher Rundfahrten durch die Stadt, um die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Vergangene Woche gab es wieder solche Testfahrten, diesmal mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt. Und wie immer bei solchen Aktionen gab es Kritik, aber auch Lob für die ehrenamtlichen Retter. Neben Beschimpfungen, zollten Anwohner den Rettern aber auch Anerkennung für ihre Arbeit und die Aktion. Die Bilanz des Abends: 28 Protokolle wurden verteilt. „Wir verstehen, dass jeder sein Auto möglichst nahe an seinem Haus abstellen möchte“, sagt Patrik Wagner, Pressesprecher der Sulzbach Wehr. Dennoch bittet er alle darum, Parkverbote zu beachten und abgesperrte Flächen freizuhalten. Schließlich könne jeder selbst mal in eine Notsituation kommen und auf die Hilfe von Rettungsdiensten angewiesen sein. Plein weist noch darauf hin, dass es auch zum richtigen Abstellen der Drehleiter viel Platz brauche. So müsse der Maschinist die seitlichen Stützen noch jeweils einen Meter ausfahren können. Stünde das riesige Fahrzeug nicht sicher, so würde die Drehleiter nicht ausfahren. Das Fazit der Feuerwehr aus der Aktion: „Es hat sich gezeigt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Daher wird es auch weiterhin regelmäßig solche Aktionen geben“, so Wehrführer Richard Plein.