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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 51/2019
Geschichte der Woche
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Sulzbacher Vopeliusbad erhält Gummibaum als Geschenk

Das Sulzbacher Hallenbad im Sportzentrum am Quierschieder Weg war über die Landesgrenzen bekannt für seinen Hallenbadgummibaum, kurz HABAGUBA genannt. Er war mit über 28 Metern der größte Gummibaum (Ficus elastica) der Welt. Das brachte ihm sogar 1996 einen Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde ein.

Leider aber hat aber auch ein Gummibaum nur eine begrenzte Lebensspanne. Nach über 40 Jahren Lebenszeit hatte der HABAGUBA vor mehr als zehn Jahren das Zeitliche gesegnet. Man verlor einen Freund, der vielen Badegästen ein wenig Urlaubsstimmung und Entspannung unter Palmen brachte.

Das Vopeliusbad will an diese Tradition anknüpfen. Möglich macht dies die Spende eines Gummibaums, der für die häusliche Umgebung zu groß geworden war. Rosmarie Wagner spendete ihren Baum deshalb dem Bad, in dem Sie regelmäßig auch Gast ist. Er wurde vom Badpersonal liebevoll in eine Hydrokulturpflanze umgewandelt. Dies war notwendig, da Pflanzen in Hallenbädern aus hygienischen Gründen nur ohne Erde, also als Hydrokultur erlaubt sind. Die Wurzeln mussten dazu sorgfältig ausgewaschen und in Tongranulat eingepflanzt werden. Dem Gummibaum hat sein Umzug in die neue Umgebung und die Veredelung zu einer Hydrokultur nicht geschadet. Er hat sogar neue Triebe und scheint sich in seiner neuen Umgebung wohl zu fühlen.

Im Vergleich zum HABAGUBA mit fast 30 Metern Länge ist der Neuling trotz seiner drei Meter noch ein Winzling. Er hat aber das Potential, auch in einigen Jahrzehnten im Guinnessbuch der Rekorde zu stehen. So hat der Ficus elastica eine neue Heimat und das Vopeliusbad eine Bereicherung für seine Badegäste.

Der Baum hat gleich mehrere Paten, die sich um sein Wohlergehen kümmern. Das sind vom Bäderpersonal die Damen Becker, Heupp und Wachall, aber auch Sonny, die Wirtin vom Café Relax ist Baum-Patin. Ihr Mann, der von allen nur Silo genannt wird, hat in Erinnerung an den Rekord-Gummibaum einen Cocktail mit dem Namen HABAGUBA gemixt. Das Getränk ist grün und ohne Alkohol. Mehr wollte Silo nicht verraten. Wer mehr wissen will, kann gerne im Vopeliusbad vorbeikommen und den „HABAGUBA“ im Relax probieren.

Wer Pflanzen hat, die für das eigene Heim zu groß geworden sind, kann sich an die KDI (Kommunale Dienstleistungsgesellschaft) oder die Stadtwerke für eine Pflanzenspende wenden. Wenn sich die Pflanze für das Bad und die Umstellung zu einer Hydrokultur eignet, kann diese noch viele Jahre den Gästen des Vopeliusbades ein wenig Urlaubsstimmung geben und ungestört weiterwachsen.