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Sulzbacher Umschau
Ausgabe 6/2026
Thema der Woche
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Sulzbach ehrt verdiente Bürgerinnen und Bürger mit Bürgermedaille 2025 und 2026

Eine würdige und festliche Stimmung erfüllte das Salzbrunnenhaus, als die Stadt Sulzbach ihre Bürgermedaillen für die Jahre 2025 und 2026 verlieh. Der Termin der Verleihung war bewusst gewählt: Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer im Pariser Élysée-Palast den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit – den Élysée-Vertrag. Wie passend, dass an diesem geschichtsträchtigen Datum zwei Persönlichkeiten geehrt wurden, die sich in besonderer Weise auch für die Freundschaft über die Grenzen hinweg engagieren.

„Die Bürgermedaille ist die höchste Auszeichnung, die unsere Stadt zu vergeben hat“, betonte Bürgermeister Michael Adam. Sie werde Menschen verliehen, „die sich über viele Jahre hinweg und weit über das Erwartbare hinaus für das Gemeinwohl, für unsere Stadtgesellschaft und für das Miteinander engagiert haben“, so Adam weiter.

Für das Jahr 2025 wurde Jocelyne Freibruger ausgezeichnet. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit großer Leidenschaft für die Städtepartnerschaften mit den französischen Gemeinden Arc-et-Senans und Rémelfing. Jocelyne Freiburger ist eine zurückhaltende und bescheidene Frau. Sie hat ein Faible für Zahlen und Sprachen, ist gut in Mathematik und bezeichnet sich selbst als „Zahlenjongleurin“. Privat ist sie gerne kreativ, zeichnet gerne, schreibt Gedichte, mag Handarbeiten und liebt Kunst, Musik und Kultur. „Leider singe ich nicht gut, sonst würde ich gerne in einem Männerchor mitsingen“, sagt sie. Sie besucht gerne Kulturveranstaltungen und genießt die Freiheit im Ruhestand, den sie mit ihrem Ehrenamt und Tätigkeiten ausfüllt, die ihr Freude bereiten. „Wenn Jocelyne Freiburger über ihr Ehrenamt spricht, spürt man sofort: Dieses Engagement kommt aus tiefstem Herzen“, so Michael Adam. Die Geehrte dankte in gewohnt bescheidener Weise und betonte, dass ihr Einsatz ohne die Unterstützung ihres Ehemanns nicht möglich wäre.

Die Bürgermedaille für 2026 ging an Jürgen Knieling, einen begeisterten Wanderfreund. Im Jahr 2010 gründete er „Die Pädschesdribbler“, die sich unter anderem treffen, um zur Partnergemeinde Rémelfing zu fahren. Dort findet am 1. Mai regelmäßig die Deutsch-französische Mai-Wanderung / der 29. Marche du Muguet ab dem Place du Château statt. Bereits 2007 brachte er ein Buch zu seinem Hobby heraus, unter dem Motto „Wanderspaß mit Wanderpass“ konnte man 15 Wanderungen machen und diese sich in dem Buch stempeln lassen. Gleichzeitig bleibt er seiner Heimat auch im Wandern verbunden. Mit dem ehemaligen Revierförster Hubert Dörrenbächer sei er wochenlang durch den Wald gestreift, um eine attraktive Wanderstrecke zu entwickeln, so Adam. Das Ergebnis kennen viele Menschen: den Karl-May-Weg, der in den Zweckverbänden Brennender Berg und Ruhbachtal liegt. „Jürgen Knieling ist ein Tausendsassa. Einer der Ideen hat, sie umsetzt und andere mitnimmt“, lobte Bürgermeister Michael Adam.

Charmant führte Stefanie Bungart-Wickert vom Kulturamt durch den Abend. Den Geehrten wurde traditionsgemäß ein Liedwunsch erfüllt. Jocelyne Freiburger hatte sich „Non, je ne regrette rien“ gewünscht. Das Stück wurde von Stefanie Bungart-Wickert vorgetragen. Jürgen Knieling wünschte sich „My way“, das instrumental vom Musiker Duo Hungrig & Durstig vertont wurde. Zudem sorgten Wolfgang Winkler und Schülerinnen und Schüler der Mellinschule mit zwei Liedern für schwungvolle musikalische Grüße an die deutsch-französische Freundschaft. Bei guten Gesprächen am Büffet ging die kurzweilige Veranstaltung zu Ende.