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Grafschafter Zeitung
Ausgabe 16/2020
Sport
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Sport im Home-Office

Thorsten Kammer trainiert aus dem Home-Office.

TC Grafschaft geht neue Wege

GRAFSCHAFT. Während in vielen Sportvereinen nicht nur die Saison abgebrochen wurde, sondern auch derzeit nicht mehr trainiert werden kann, haben es die Jünger Caissas ein wenig besser. Für die Trainingsgruppe Schach des TC Grafschaft ist die Saison zwar auch vorzeitig beendet worden, aber das Training geht weiter. Spielertrainer Thorsten Kammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass die grauen Zellen nicht einrosten. Zwar sind direkte Kontakte derzeit nicht möglich, aber man weiß sich beim TC Grafschaft anderweitig zu behelfen.

Teile des Trainings werden daher online durchgeführt. Die Schachspieler erhalten jeden Tag eine Aufgabe gestellt, deren Lösung dann in den nächsten Tagen folgt, oder sie können sich Partieanalysen ansehen, um so von den Großen des königlichen Spiels zu lernen. „Im ersten Trainingsblock habe ich interessante Partien des zweitjüngsten deutschen Großmeisters Luis Engel vorgestellt. Der Bundesligaspieler soll noch in diesem Jahr eine Simultanvorstellung im Club geben. "Da bot es sich an, ihn auf diese Art und Weise der Trainingsgruppe vorzustellen“, so Spielertrainer Thorsten Kammer. „Im nächsten Block haben wir Turmendspiele trainiert. Erst die Theorie und dann praktische Beispiele, wobei ich da leider auf einen großen Fundus von eigenen Irrungen und Wirrungen zurückgreifen konnte. Aber so lernt meine Gruppe, dass Training sich auszahlt und dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.“

Um die Figuren zumindest virtuell bewegen zu können, wird ebenfalls das Internet genutzt. Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen die Trainingsgruppe gegeneinander spielt. Das ist für eine Überbrückung gut geeignet. Zudem wird Fernschach gespielt, dass bedeutet, dass pro Tag ein Zug ausgeführt wird. Die Partien dauern dann zwar recht lange, aber dafür sind die Analysen und damit das Niveau auch entsprechend hoch.

„Ich hoffe, darauf, dass bald alle wieder am Brett sind“, so Thorsten Kammer, „damit wir das virtuelle Schach wieder auf die realen Holzbretter holen, um gemeinsam zu spielen, zu analysieren und einfach Spaß zu haben. Zudem hoffe ich natürlich, dass wir unsere Jugend- und Kinderabteilung etwas aufstocken können, da der ein oder andere während der Quarantäne festgestellt hat, was Schach für ein toller Sport und ein phantastisches Spiel ist.

Weitere Informationen gibt es unter: www.tc-grafschaft.de.