Marienkapelle Karweiler, zu finden auf dem Weg hoch zur Bengener Heide
KARWEILER. Es ist ein Gelübde, das die Zeit überdauert hat: Seit vielen Jahrzehnten pflegt die Kirchengemeinde am letzten Sonntag im Mai eine Tradition, die ihre Wurzeln in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges hat. Auch am 31. Mai dieses Jahres lädt die Pfarrei Christkönig wieder zur feierlichen Marienprozession zur Karweilerer Kapelle ein, um ein Zeichen des Dankes und des Glaubens zu setzen.
Die Karweilerer Kapelle ist weit mehr als nur ein Gotteshaus; sie ist ein Denkmal der Rettung. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde sie als Dank dafür errichtet, dass der Ort vor der Zerstörung durch schwedische Kanonen bewahrt blieb. Mit der alljährlichen Prozession am letzten Maisonntag wird dieses historische Versprechen erneuert. Seitdem steht die Kapelle für den Frieden, als Ort der Zuflucht und der immerwährenden Hilfe der Gottesmutter Maria. Sie erfreut sich vieler Besucher, die die Stille der Natur zum Gebet und Innehalten nutzen.
Die Traditionsveranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer kurzen Andacht im Pfarrgarten. Im Anschluss ziehen die Gläubigen in einer Prozession hinauf zur Kapelle. Zum Abschluss geht die Feier unter dem Schatten der alten Kastanie in ein geselliges Miteinander über. Jeder ist herzlich eingeladen, den Nachmittag im Schatten des historischen Baumes mit Gesprächen, einer Tasse Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ausklingen zu lassen.
Der Erlös kommt dem Erhalt und der Pflege des Kapellchens zugute.
„Die Prozession ist lebendige Geschichte“, so die Veranstalter. Das gemeinschaftliche Kaffeetrinken am Kapellchen am 31. Mai, ab ca. 14.30 Uhr, verbindet die kirchliche Tradition mit der heutigen Zeit.