Standbilder werden dem Plenum präsentiert, angeregte Diskussionen folgten
AHRWEILER. Kurz vor den Sommerferien waren die beiden Jugendpflegerinnen Wiebke und Tina des Grafschafter Kinder- und Jugendbüros in den Klassen 8 an der Realschule des Calvarienbergs zu Besuch – in ihrem Gepäck ein abwechslungsreiches Programm für drei Schulstunden zum Thema „Demokratie im Klassenzimmer“.
Der Einstieg war seicht, nach der Vorstellung und kurzen Erläuterung, was die jeweiligen 8. Klassen in den drei Schulstunden erwartete, ging es beim Mentimeterquiz über das Thema Demokratie nicht nur ums Punkte sammeln, sondern auch um die Abfrage von Vorwissen, Aktivierung und möglicherweise auch um die Vermittlung zuvor nicht bekannter Inhalte.
Im Folgenden erhielten die Schüler*innen verschiedene Aufträge beim sogenannten Inselspiel. Nach der Strandung auf einer unbewohnten Insel galt es, das Zusammenleben zu regeln und zu organisieren. Zunächst erstellte jeder für sich einen 5 – Punkte – Plan wie er vorgehen würde. Im weiteren Verlauf wurden Kleingruppen gelost, die dann ihre Pläne abstimmen mussten und einen Gemeinsamen entwerfen. Im dritten und letzten Schritt mussten diese Pläne aus insgesamt 4 Kleingruppen im Plenum besprochen werden, um einen Masterplan zu erarbeiten. Spannend waren die anschließenden Auswertungen, als sich alle noch einmal positionieren mussten in einer von vier Ecken: zu lange Diskussionen/ meine Meinung wurde gehört/ ich konnte mich gut einbringen/ ich fühlte mich nicht gut vertreten.
Bei der Abschlusssequenz und dem Formen von Standbildern konnten die Projektverantwortlichen zügig feststellen, dass die geschilderten Situationen allesamt bekannt vorkamen. Hier fanden sich Situationen wie „jemanden ausschließen bei der Bildung von Kleingruppen“, „jemanden auslachen, wenn er eine falsche Antwort gegeben hat“ oder aber die Abbildung von Rollenklischees beim Fall „die Mädchen gestalten die Plakate für den Tag der offenen Tür, die Jungs tragen die Tische“.
Aufgeweckte und anregende Diskussionen kamen in den Klassen zu Stande und als Schlusspunkt der jeweiligen Darbietung und Diskussion wurden die entsprechenden Standbilder so verändert, dass sie demokratischen Prinzipien entsprachen.
Viel zu schnell verging die Zeit beim Austausch mit den Klassen zu diesem wichtigen Thema. Alle Beteiligten konnten sich eine Wiederholung eines derartigen Angebotes sehr gut vorstellen.