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Grafschafter Zeitung
Ausgabe 40/2021
Sport
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Mädchen am Schachbrett

Hochkonzentriert bei der Sache: Laura Schröder (li) und Mira Nachtsheim treffen „virtuell“ auf die Ex-Weltmeisterin Annmarie Mütsch.

Die Schachjugend des TC Grafschaft fordert die ehemalige Weltmeisterin Annmarie Mütsch

„Das war total cool“, so fassten die jüngsten Spielerinnen Mira Nachtsheim und Laura Schröder das aktuelle Highlight der Schachabteilung des TC Grafschaft zusammen. Die Übungsgruppen mit ihren Trainern trafen hierbei auf die ehemalige U-16 Weltmeisterin Annmarie Mütsch, SC Viernheim/Baden. Die 19-Jährige, Internationale Meisterin und aktuelle Nationalspielerin, verfügt trotz ihrer Jugend über reichhaltige Erfahrungen und ist gerade in den kürzeren Zeitlimits als Angriffsspielerin sehr gefürchtet.

Es standen 2 Runden online-Simultan mit kurzer Bedenkzeit an. Dabei spielte Annmarie von zu Hause gegen die insgesamt elf Vertreter der Grafschaft. Zuerst mit Weiß, anschließend mit den schwarzen Steinen. Das Fordernde an diesem Modus ist, dass Annmarie gegen alle Teilnehmer gleichzeitig antrat und sich so ihre Zeit und Kraft geschickt einteilen musste.

Dies gelang ihr in der ersten Runde auch überzeugend: Zwei Niederlagen (beide auf Zeit) und einem Remis standen acht Siege gegenüber. Auffällig war, dass Annmarie alle Gegner unabhängig von der Spielstärke ernst nahm. So bezwang sie die Grafschafter überzeugend. Die Nummer 1 des TCG Thorsten Kammer ging in ihrem Angriffswirbel chancenlos unter und bemerkte anerkennend: „Das war eindeutig.“ In der zweiten Runde hatten die Grafschafter, diesmal mit den weißen Steinen spielend, mehr Erfolg und konnten vier Siege verzeichnen. Diesmal schaffte es der ein oder andere auch, sich nicht nur durch die Zeit zu behaupten.

Doch damit war das Event noch nicht beendet. Mira und Laura, die sich schon bei den Bezirksmeisterschaften ausgezeichnet hatten, durften als Bonus Annmarie zu zwei Blitzpartien herausfordern, in denen jeder Spieler nur wenige Minuten für die gesamte Partie zur Verfügung hat. Beide spielten gut, doch gegen die Klasse der Ex-Weltmeisterin waren sie unterlegen. Ein toller Abschluss mit einer sehr sympathischen Spielerin, von der wir noch viel Gutes hören und lesen werden. „Ich hoffe, dass einiges von der Energie und der Freude, mit der Annmarie Schach, spielt auf die Trainingsgruppe und hier insbesondere auf die Mädchen abfärbt. Das wäre sehr motivierend für die kommenden Aufgaben“, zeigte sich Trainer Thorsten Kammer begeistert und schloss weitere gemeinsame Aktivitäten sowohl online als auch am Brett nicht aus.