Außen und Innen wurde die Wertinger Seelenkapelle frisch restauriert. Eine Delegation vom Rathaus mit Bürgermeister Willy Lehmeier besichtigten die frisch restaurierte Seelenkapelle.
In den Aufzeichnungen des Wertinger Stadtarchivs ist ein „neu erbautes Seelenhäusle“ im Jahr 1690 ebenso erwähnt wie ein Neubau um 1760. Nach der Säkularisierung 1803 fielen dann allkirchlichen Gebäude, die nicht für den Pfarrgottesdienst gebraucht wurden, an das Kurfürstentum Bayern. Viele Gebäude wurden abgerissen-außer es fand sich eine Käufer-.Die Stadt Wertingen kaufte die Seelenkapelle und bewahrte sie vor dem Untergang bis heute. So etwa 1600 waren die Gräber noch rund um die Wertinger Stadtpfarrkirche angelegt Obwohl der Friedhof an den nordöstlichen Rand der Stadt verlegt wurde, blieb die Seelenkapelle neben der Stadtpfarrkirche erhalten. Und das war keine Selbstverständlichkeit. Bei der Säkularisierung nach 1803 fielen dann alle kirchlichen Gebäude, die nicht für den Pfarrgottesdienst gebraucht wurden, an das Kurfürstentum Bayern. Der Rest wurde abgerissen – außer es fand sich ein Käufer. Die Stadt Wertingen kaufte sie und bewahrte sie so vor dem Untergang.
Bis heute gehört sie der Stadt Wertingen, wurde mehrmals renoviert und im Jahre 1925 in eine Kriegergedächtniskapelle umgewandelt. Damit erhielten alle Kriegsopfer der Stadt darin ihren Platz. Auf insgesamt elf Steintafeln sind an den Seitenwänden hunderte von Namen eingemeißelt: