Titel Logo
Zusamtaler Landbote
Ausgabe 3/2026
Vereine und Verbände
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Vereine und Verbände

Objekt des Monats Februar ist eine kleine Öl-Skizze, die das Anwesen in der Wertinger Bauerngasse 5 zeigt. Das Bild entstand in den 1970er Jahren. gemalt. Rechts unten im Bild findet sich die Signatur des Künstlers: „JM“. Sie steht für den Wertinger Maler Jacob Mayer (1898-1981). Den Maler reizte die Architektur des typisch schwäbischen Bauernhauses. Das denkmalgeschützte Anwesen befindet sich fast mitten in der Stadt und bildet den Anfang der Bauerngasse. Vergleicht man die Skizze mit dem heutigen Aussehen des Platzes sieht vieles identisch aus. Als Änderungen zum heutigen Aussehen fallen bei näherer Betrachtung die grüne Sitzbank auf dem Grünstreifen vor dem Anwesen auf. Sie musste einem Verteilerkasten weichen. Die Nische im Giebel zur Straßenseite steht heute leer. Sie ist von Gesimsen umrahmt. Auf der Skizze ist eine Figur angedeutet, die sich noch bis Anfang der 1990er Jahre in der Nische befand. Nach Hans Jakob Wörner: „Ehemaliger Landkreis Wertingen“, 1973, handelt es sich bei der Figur in der Nische um eine Maria Immaculata aus dem Jahr 1720/1730. Das schwäbische Bauernhaus selbst stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Familie Lisa und Michael Buhl hat es in den 1990er Jahren erworben und zusammen mit Fachleuten aufwendig und vorbildlich aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Kastenfenster, Sprosseneinteilung der Fenster, Biberschwanzdachdeckung und Schneefangbalken sind nur einige Beispiele für die sensible Restaurierung des Gebäudes. Auch ein zum Haus passender Bauerngarten wurde angelegt und erfreut mit seinen Keramikskulpturen nicht nur die Bewohner.