Am 8. März stehen die Kommunalwahlen an. Dabei wird auch der Bürgermeister bzw. die Bürgermeisterin gewählt. In Wertingen gibt es bekanntermaßen fünf Kandidierende. Es bleibt spannend, wer sich durchsetzen wird. Er oder sie ist dann berechtigt, die in der Vitrine für das Objekt des Monats ausgestellte Bürgermeisterkette zu tragen. Amtsketten sind für Bürgermeister und Bürgermeisterinnen so etwas wie ein Insigne der Macht. Nach den Kommunalwahlen werden sie vielerorts in Bayern weitergereicht.
Wie kam die Kette ins Heimatmuseum Wertingen? Sie wurde 1998 von Goldschmied und Uhrmachermeister Simon Hirn aus Wertingen in 925er Silber (= Sterling-Silber) in Handarbeit angefertigt, poliert und graviert. Ein edler Spender aus Gottmannshofen gab sie in Auftrag und überreichte sie dem damaligen Bürgermeister Dietrich Riesebeck. Riesebeck, 1972–2002 Bürgermeister von Wertingen, zeigte sich stolz mit ihr nach der Übergabe auf einem Pressefoto in der Wertinger Zeitung. Es ist allerdings das erste und letzte Mal, dass die Kette getragen wurde. Sie kam schließlich ins Wertinger Heimatmuseum und wird dort im Depot aufbewahrt. Momentan ist sie als Objekt des Monats März in der dafür vorgesehenen Vitrine im Schlosseingang zu besichtigen.
Die Amtskette besitzt drei fest verbaute Anhänger aus Silber. Der mittlere zeigt das Wappen der Stadt Wertingen mit der Stadtpfarrkirche St. Martin sowie den Bayernrauten und darüber die Aufschrift "Stadt Wertingen". Die Anhänger links und rechts davon sind identisch. Auf ihnen ist im Vordergrund die Wertinger Stadtpfarrkirche, im Hintergrund das Wertinger Schloss abgebildet. Ihre Prägung erfolgte anlässlich der 700-Jahrfeier der Stadt, deshalb auch die Inschrift „Stadt Wertingen, 1274 – 1974“.