Auf Exkursion zum jüdischen Ensemble in Buttenwiesen waren Mitglieder des Vereins Musicalprojekt86 unterwegs
48 Mitglieder des Musicalprojekt86-Vereins unternahmen kürzlich einen Tagesausflug zu zwei bedeutende Stätten des Judentums in Schwaben. Als erstes Ziel steuerte die Gruppe unter der Leitung der beiden Vorsitzenden Sara
Krach und Lea-Anna Müller die Synagoge in der Augsburger Innenstadt an. In zwei Gruppen erhielten die Jugendlichen und Erwachsene des Vereins eine Führung durch das Museum und den großen Gebetsraum des jüdischen Gotteshauses. Die Informationen sollten als Vorbereitung dienen für das nächste Musical, das in den Allerheiligen-Ferien in der Mehrzweckhalle in Buttenwiesen aufgeführt werden soll. Wie zu hören war, laufen die Proben für die Schauspieler ebenso schon wie die des Chores und der Band.
Nach einem Mittagessenstop in Meitingen führten Bernhard Hof und Dr. Johannes Mordstein die interessierten Musical-Fans durch die kleine, aber in ihrer überregionalen Bedeutung imposante jüdische Anlage im Zentrum Buttenwiesens. Dass es bis zum zweiten Weltkrieg ein blühendes Leben in der Gemeinde gab, war in der durch Audio-Einspielungen unterfütterten Führung zu hören. Originalplätze verbanden die beiden Referenten mit den Namen von ehemaligen Bewohnern der großen jüdischen Gemeinde. Bis ins 17. Jahrhundert reichen die Wurzeln der Ansiedelung der Bewohner mit jüdischem Glauben in Buttenwiesen zurück. Zu erfahren war auch, dass es ein gutes und vertrauensvolles Miteinander gab, weil die jüdischen Mitbürger vor allem durch den Handel mit Waren, die nicht am Ort hergestellt werden konnten, einen gewissen Wohlstand in das Dorf brachten. Man darf gespannt sein, was sich Texter Johannes Baur und Chorleiterin Johanna Wech für das neue Musical im Spätherbst wieder ausgedacht haben.