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Zusamtaler Landbote
Ausgabe 7/2026
Vereine und Verbände
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Vereine und Verbände

Das Heimatmuseum Wertingen besitzt 71 alte Getreidesäcke, 15 davon präsentiert es aktuell in einer kleinen, aber feinen Ausstellung im alten Amtsgericht im 2. Stock. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der VG zugänglich. Der älteste Sack stammt aus dem Jahr 1852 und gehörte einer Frau: Theresia Stuhlmiller aus Zusamaltheim. Außerdem finden sich in dem Raum Getreidesäcke aus: Binswangen, Bocksberg, Gottmannshofen, Hirschbach, Laugna, Meitingen, Prettelshofen, Rischgau, der Stoffelhansenschweige, Wengen und Wertingen. Die Säcke haben eine Breite zwischen 57 cm und 70 cm und sind bis zu 150 cm hoch. Die mittige Aufschrift erfolgt nach einer bestimmten Reihenfolge:

In der ersten Zeile steht die Nummer des Sacks. Die zweite Zeile weist auf den Besitzer hin, mit Vor- und Zunamen. In der dritten Zeile ist die Berufsbezeichnung zu lesen, z. B.: Bauer, Gärtner, Ökonom bzw. Oeconom, Söldner, Wangenbauer und Weber. Darauf folgen bei manchen die Hausnummer und bei allen der Ort. Die Qualität der Aufschriften ist sehr unterschiedlich. Zum einen sind sie wohl mit Schablonen oder Stempeln entstanden, zum anderen aber auch mit der Hand aufgemalt. Neben der Frakturschrift finden sich Jugendstilvarianten. Manche Säcke sind mit einer Art Logo versehen oder anderweitig verziert. Je nach Gebrauch ist die Schrift sehr gut lesbar oder bereits etwas verwaschen.

Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist heute in aller Munde. Bereits im 19. Jahrhundert handelte man ressourcenschonend. Betrachtet man die Säcke genau, sieht man, wie unterschiedlich die vorhandenen Löcher geschlossen wurden: Die Flicken sind aus Rupfen, Stoff oder Kord. Sie wurden innen oder außen aufgenäht, so dass das Behältnis wieder benutzt werden konnte.