Tom Bultmann und Julian Greska im Block
Fabian Hueber beim Rückraumangriff
Am Ende wurde der Bayernligaaufstieg ausgelassen gefeiert; in Grün von links: Libero Emanuel Hertzer, Coach Julia Notz und Libero Andi Notz
Ohne es spannend zu machen tun sie es nicht, aber: Der Bayernligaaufstieg des TV Weitnau Herren Volleyballteams ist eingetütet! Im fünfzigsten Jahr der Volleyballabteilung 2026 wird das Herrenteam in der Bayernliga antreten.
Beim Heimspieltag mindestens vier Punkte aus zwei Spielen zu holen, war die Vorgabe, mit der die Weitnauer Herren zum letzten Heimspieltag der Landesligasaison in der Buchenberger Sporthalle antraten. Das würde in jedem Fall reichen, um die punktgleichen Schwabinger auf Platz zwei der Tabelle hinter sich zu lassen. Im ersten Spiel gegen den drittplatzierten TSV Unterhaching wurden die Weitnauer Herren dem eigenen Anspruch, bei diesem Heimspieltag sechs Punkte zu holen, aber nicht gerecht. Mit einer mühsamen 2:3 Niederlage (25:20,23:25,25:20,21:25,11:15) sicherten sie sich immerhin den einen wichtigen Punkt. Im zweiten Spiel gegen TSV Haunstetten ließen die Weitnauer dann aber nichts anbrennen und holten die drei Punkte klar mit einem 3:0 Erfolg (25:13,26:24,25:9). Aufstieg gesichert.
Zunächst ließen sich die Weitnauer Herren von dem auf ihnen lastenden Erwartungsdruck nicht beeindrucken und griffen gegen TSV Unterhaching so stark an, dass kaum ein Zweifel am Satzgewinn bestand. Per Doppelwechsel brachte Trainerin Julia Notz bei 20:17 Führung wieder drei Vorderangreifer aufs Feld. In dieser Formation beendeten die Weitnauer den Satz klar mit 25:20. Auch den zweiten Satz gingen die Gastgeber stark an und führten bis die Gegner aus Unterhaching den 14:14 Ausgleich schafften. Obwohl Libero Emanuel Hertzer mit unfassbaren Paraden immer wieder Bälle rettete, schafften es Zuspiel und Angreifer nicht, die notwendigen Punkte zu erzielen. Auch die Aufschläge waren nicht mehr so druckvoll wie zuvor und ermöglichten den Hachingern einen guten Spielaufbau. Der Satz ging knapp zu 23 verloren. Als die Weitnauer im dritten Satz wieder sicherer spielten, über alle Positionen erfolgreich angriffen und den Satz mit gleichem Ergebnis wie den ersten gewannen, konnte man glauben, der Knoten sei jetzt geplatzt. Im vierten Satz aber, wurden die Fans der Gastgeber eines Besseren belehrt. Nervosität in der Annahme, Ungenauigkeiten im Angriff und vermeidbare Netzfehler, die wohl der Übermotivation geschuldet waren, führten zum Satzverlust und auch im fünften Satz fanden die Weitnauer nicht zu ihrem vorher souveränen Spiel zurück. Die 2:3 Niederlage ließ sich nicht mehr abwenden.
Umso höher war der Druck im zweiten Spiel gegen TSV Haunstetten, die vor dem Spieltag auf dem fünften Tabellenplatz standen. Diesmal aber zeigten die Weitnauer Herren alle ihre Stärken und setzten die Gegner vom ersten Ballwechsel an mit sehr guter Angriffsleistung unter Druck. Nur im zweiten Satz gestatteten sich die Gastgeber eine kurze Verschnaufpause und mussten in die Verlängerung: Das 26:24 zeugt von Nervosität, zum Schluss aber auch von Nervenstärke, insbesondere beim eingewechselten Außenangreifer Yannic Beck, der die Mannschaft mit einer Aufschlagserie von 20:21 bis zum 24:21 auf die Siegerstraße brachte. Der Sieg zum 3:0 mit 25:9 Punkten im dritten Satz zeigt das Potenzial, das in der Mannschaft steckt.
Der Jubel in der Buchenberger Halle kannte keine Grenzen. Ausgelassen wurde mit den ca. 150 Fans der Aufstieg gefeiert. Im Jubel ging fast unter, dass Konkurrent FTM Schwabing sein Parallelspiel nur 3:2 gewinnen konnte. Den Weitnauern hätten also schon drei Punkte zum Aufstieg gereicht. Mit zwei Punkten Vorsprung sind sie nun Meister der Landesliga Süd-West und bereiten sich ab Sommer auf das Abenteuer Bayernliga vor.