Torjäger German Stöhr hängt die Fußballschuhe an den Nagel - sagt er zumindest
Am Samstag, den 16. Mai, stand für den TV Weitnau das vorerst letzte Bezirksligaspiel auf dem Programm. Nach der Niederlage gegen Thalhofen in der Vorwoche stand der Abstieg bereits fest. Das Team wollte sich trotzdem mit einem Sieg verabschieden. Die Gastgeber brauchten noch einen Punkt, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt fixzumachen. Man reiste mit einem Bus an.
Das Spiel begann mit viel Ballbesitz für Wörishofen. Die Weitnauer Defensive um Stöhr, Grams, Regensburger und Natterer stand stabil und ließ wenig anbrennen. Die wenigen Bälle, die durchkamen, hatte Keeper Kai Merz sicher. Er vertrat heute Kevin Schneider und machte seine Sache sehr gut. Nach einem Abwehrfehler in der 16. Minute fiel allerdings die 1:0-Führung für den Gastgeber. Danach gab es bis zur Halbzeit nichts Nennenswertes mehr. Die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld und es gab kaum Torchancen. In der zweiten Halbzeit hatten die Weitnauer dann mehr Spielanteile, aber Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. In der 61. Minute fiel dann das 2:0. Der junge Schiedsrichter war das ganze Spiel über sehr unsicher und übersah ein zweifaches Handspiel des Stürmers, der das Tor vorbereitete. Zum Glück ging es sportlich um nichts Entscheidendes mehr für den TVW. Eine schöne Geschichte dann in der 74. Minute: German Stöhr beendet nach 15 Jahren seine aktive Karriere in der 1. Mannschaft. Der Top-Torjäger der vergangenen Jahre verabschiedete sich standesgemäß mit einem Tor. Nach einer Ecke von Sturmpartner Chrissi Ludescher schob er zum 2:1 ein. Auf der Gegenseite wurde die Partie in der 88. Minute durch einen Konter entschieden.
Danach wurde im Vereinsheim von Bad Wörishofen, auf der Heimfahrt im Bus und mit anschließender Kabinenparty der Saisonabschluss gefeiert. Eine herausfordernde Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Jedoch für alle eine tolle Erfahrung in der höchsten Spielklasse, die die Gemeinde Weitnau jemals erreicht hat. Das größte Dankeschön geht an die zahlreichen Fans, auf die sich das Team auch in schwierigen Phasen immer verlassen konnte.
Nun will das Team in der Kreisliga wieder angreifen. Der FC Rettenberg ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht selbstverständlich ist, gleich wieder oben mitzuspielen. Der letztjährige Bezirksliga-Absteiger steckte dieses Jahr in der Kreisliga auch lange im Abstiegskampf. Das will die Mulach-Elf selbstverständlich besser machen.
Mit German Stöhr (Karriereende) und Jürgen Maurus (Wechsel) verlassen die zwei besten Torschützen der Saison das Team. Durch weitere Abgänge von Tommy Vogel und Christi Bausch (jeweils Karriereende) sowie Josef Guggenmoos (bereits im Winter gewechselt) wird sich das Team verändern und neu zusammenfinden müssen, um in der neuen Saison wieder mehr Erfolgserlebnisse zu sammeln. (mw)