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Unsere Bergstätten Mitteilungsblatt mit amtlichem Bekanntmachungsteil
Ausgabe 27/2024
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Mitgliederversammlung 2024: Erfolgreicher Jahresbericht und richtungsweisende Beschlüsse

Regionalentwicklung Oberallgäu e.V.

Am 20. Juni 2024 fand die 22. Mitgliederversammlung des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. im Biberhof in Sonthofen statt. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden, Bürgermeister Christof Endreß und Geschäftsführerin Sarah Schmidberger bekamen die anwesenden Mitglieder und Gäste einen Überblick über das Jahr 2023, aktuelle Aktivitäten sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr. Zudem wurde die Vorstandschaft neu gewählt. Während Christof Endreß im Amt bestätigt wurde, gab es an zweiter und dritter Stelle einen Wechsel.

Bereits zu Beginn kündigte der 1. Vorsitzende Bgm. Christof Endreß an, dass seine Vorstandskollegen Siegfried Zengerle und Bgm. Gerhard Hock nach langjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl antreten werden. Siegfried Zengerle, der von Anfang an dabei war, verlässt die Regionalentwicklung als Vorstand nun nach 20 Jahren: „Ich bin dankbar für die Erfahrungen und stolz auf die Arbeit, die geleistet wurde, aber irgendwann kommt die Zeit, auch neuen Köpfen eine Chance zu geben.“. Bgm. Gerhard Hock wurde 2018 in den Vorstand gewählt. Leader-Erfahrung hatte er zuvor bereits in seiner Tätigkeit am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gesammelt und war somit auch von der ersten Stunde an mit dabei: „Ich erinnere mich noch gut, als es mit LEADER in der Region angefangen hat. Zuerst war eine große Skepsis da, doch als wir das Förderprogramm zunächst in Altusried sehr gut etablieren konnten, zog der Rest der Region nach. Heute ist LEADER nicht mehr wegzudenken.“

Endreß dankte beiden für ihr großes Engagement, durch welches sie unsere Region nachhaltig geprägt und zahlreiche positive Veränderungen ermöglicht haben.

Als Nachfolger wurden Bgmin Renate Schön (ehemals Deniffel) aus Wildpoldsried für den Posten des 2. Vorstands und Bgm. André Eckardt aus Burgberg für den Posten des 3. Vorstands gewählt.

Der Rückblick auf 2023 zeigte, dass die Mitgliederzahl weitgehend gleich geblieben ist. Die Anzahl eingegangener Projektideen sank leicht im Vergleich zu den Vorjahren, was damit zu begründen ist, dass noch keine Bewilligungen seitens des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten möglich waren. „Mit rund 50 eingegangenen Ideen in dieser vergleichsweisen ruhigen Zeit sehen wir aber trotzdem, dass die möglichen Projekte für die Region noch bei Weitem nicht ausgeschöpft sind.“, so Schmidberger.

2023 wurden 3 Projekte der alten Förderperiode bewilligt, 6 weitere umgesetzt. Zudem konnte die siebte Auswahlrunde des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ mit 6 Maßnahmen erfolgreich durchgeführt werden. In der neuen Förderperiode 2023-27 wurden bereits 8 Projekte mit einer Fördersumme von rund 915.000 Euro durch das Entscheidungsgremium freigegeben.

Insgesamt wurden in den 20 Jahren LEADER im Oberallgäu mittlerweile 185 Projekte mit einer Fördersumme von 9.346.558,03 €uro und einer Gesamtinvestition von 23.957.349,73 Euro umgesetzt.

Der Kassenbericht 2023 wurde ohne Anmerkungen genehmigt. Der Vorstand wurde nach positivem Prüfbericht der Revisoren einstimmig entlastet.

Im Weiteren stimmte die Mitgliederversammlung über die Fördergrundsätze ab. In den vorhergegangenen Förderperioden wurden bisher Einzelprojekte mit Projektmanagement auf eine Laufzeit von zwei Jahren begrenzt. Zudem wurden Planungskosten im Rahmen der LEADER-Förderung ausgeschlossen. Da sich dieses Vorgehen bewährt habe, so Schmidberger, werde es für die neue Förderphase ebenfalls empfohlen. Die MV spricht sich mit einer Gegenstimme dafür aus. Ebenfalls zur Abstimmung steht die Einstellung der Projektwerkstatt. Laut Lokaler Entwicklungsstrategie soll die Projektwerkstatt vor jeder Entscheidungsgremiums-Sitzung stattfinden. In ihr werden Projektideen einem Expertenkreis zur inhaltlichen Weiterentwicklung vorgestellt. Die Umsetzung gestalte sich aufgrund der vorgegebenen Regelungen für das Projektauswahlverfahren und der „Verkomplizierung“ für Projektträger aber als schwierig, so Schmidberger. Die MV spricht sich einstimmig für die sofortige Einstellung der Projektwerkstatt aus.

Zudem stimmt die MV einstimmig einer Änderung der LEADER-Finanzplanung zu. Die zugewiesenen Mittel in Höhe von knapp über 2 Mio. Euro müssen zu Beginn der Förderphase auf 4 festgelegte Entwicklungsziele aufgeteilt werden. Da sich nach den ersten Projekten nun schon eine starke Tendenz zum Entwicklungsziel 3 „Lebensqualität steigern“ abzeichnet, werden die Mittel neu verteilt. Anstelle von 40% in EZ1 (Werte schöpfen), 30% in EZ2 (Umwelt schützen), 20% in EZ3 und 10% in EZ4 (Digitalisierung und Bildung gestalten), werden die Mittel nun wie folgt aufgeteilt: 25% in EZ1, 25% in EZ2, 35% in EZ3 und 15% in EZ4.

Weiterhin wird aufgrund neuer Regularien zukünftig kein Umlaufbeschluss mit vorheriger Vorstellung in einer Sitzung des Entscheidungsgremiums mehr möglich sein. Dies zieht geringfügige Änderungen in der Geschäftsordnung nach sich, welche ebenfalls einstimmig beschlossen werden.

„Insgesamt ziehen wir nach 20 Jahren LEADER ein überaus positives Fazit und freuen uns, dass wir zu nachhaltigen Veränderungen in der Region beitragen können.“, so Endreß. Dies zeige auch der Biberhof. Bereits 2012 war die Umnutzung des ehemaligen Schneiderhofs im Süden Sonthofens für eine Freizeitnutzung mit den thematischen Schwerpunkten Biber und Wasser ein LEADER-Projekt mit der Stadt Sonthofen als Träger. Darauf aufbauend hat 2021 das Naturerlebniszentrum Allgäu mit dem Projekt ‚Ausbau der Tenne im Biberhof zur Umweltstation‘ dem Ort einen noch größeren Mehrwert verschafft. „Ein Projekt von vielen im Oberallgäu, das im Sinne von LEADER die ländlichen Räume zukunftsfähig gestaltet.“

Fragen?

Sarah Schmidberger (Geschäftsführerin)

Tel. +49.8323.99836-10

E-mail: schmidberger@regionalentwicklung-oa.de