Mia aus Durach ist ein typisches „Radl-Kind“: für die etwa 700 Meter zur Schule muss die Kleine zuerst durch eine Wohnstraße mit vielen unübersichtlichen Einmündungen radeln, dann einen beliebten Schleichweg für Pendler nutzen und schließlich eine vielbefahrene Ausfallstraße überqueren. Maßnahmen für die Sicherheit der Schülerin: Fehlanzeige ! Außer einem Zebrastreifen: nichts! „So sieht es auf vielen Schulwegen im Oberallgäu aus, “kritisiert Lutz Bäucker, Vorsitzender des ADFC Kempten-Oberallgäu,“ gerade unsere jüngeren Kinder radeln oft gefährlich, Eltern machen sich zu Recht Sorgen.“ Es fehlen kindgerechte, sichere Radwege, Querungshilfen und klare Beschilderungen. “Das muss anders werden,“ fordert der ADFC und ruft zusammen mit seinen Partnern zur Teilnahme an der ersten „kidical mass“-Fahrrad-Demo im Allgäu auf. Unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ können (Schul-)Kinder jeden Alters und ihre Eltern, Großeltern oder Freunde am Sonntag, 25.September,mit Polizeischutz über Kemptens Straßen rollen. Auf dem Hildegardplatz startet diese Premieren-Radltour für kinder- und fahrradfreundliche Kommunen(u.a. mehr Tempo-30-Zonen und autofreie Schulstrassen) um 15 Uhr zu ihrer Runde durch die Stadt. Egal, ob mit dem eigenen Radl, mit Tretroller, im Lastenrad oder Anhänger, “es wird eine tolle Tour für die Kinder, “freut sich Bäucker, “und für die Eltern bestimmt auch.“ Der Abschluss nach gut fünf Kilometern findet auf dem Illerdamm statt, dort können die Kids spielen und sich austoben. Die Stadt stellt extra die Toiletten im Illerstadion zur Verfügung.(www. kinderaufsrad.org)