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Unsere Bergstätten Mitteilungsblatt mit amtlichem Bekanntmachungsteil
Ausgabe 45/2024
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ADFC und Innenminister warnen: Ohne Licht zu radeln ist lebensgefährlich!

Schlecht gerüstete Radfahrer und Fußgänger sind jetzt stark gefährdet

Man sieht sie einfach nicht, die Radfahrerinnen und Radfahrer, die vor dem jetzt später einsetzenden Sonnenaufgang und in der immer früher hereinbrechenden Dunkelheit unterwegs sind. Ihre im Regelfall dunkle und gedeckte Kleidung schluckt jeden noch so geringen Lichtstrahl, fehlende Beleuchtung machen sie und ihre Fahrräder zu grauen Massen, die von schnell nahenden Fahrzeugen oft erst kurz vorher erkannt werden.“Das ist lebensgefährlich!“ warnt Lutz Bäucker vom ADFC Kempten-Oberallgäu, “und außerdem auch verboten.“ Weißes Licht vorn, rotes Licht hinten sowie Reflektoren an den Pedalen sowie Reifen sind gesetzlich vorgeschrieben. “Leider sind viele Radfahrer nicht vorschriftsmäßig unterwegs und das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein unter Umständen tödlicher Leichtsinn,“ warnt Bäucker mit drastischen Worten. Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagt:“ Ohne Licht zu Radeln- das ist extrem gefährlich!“

Neben den vorgeschriebenen Leuchten am Radl (die beliebten Blinklichter sind übrigens nicht erlaubt und nicht ausreichend) empfiehlt er in Herbst und Winter reflektierende Kleidung. Das muss nicht unbedingt eine rundum strahlende gelbe Warnweste sein (kann es aber gern sein), schon reflektierende Hosenträger, entsprechende Streifen an den Ärmeln, Hosenbeinen oder am Rucksack, der Packtasche oder an den Handschuhen haben den schützenden Effekt der Früherkennung. Helme mit Reflektoren und/oder eingebautem roten Rücklicht tun ein Übriges, um vom schnellen Autofahrer rechtzeitig erkannt zu werden. Richtig cool sind neuartige Blinkarmbänder: die erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit, sondern zeigen auch durch entsprechende Bewegungen den Richtungswechsel des Herbst-und Winterradlers sowie das Bremsen an. Kostenpunkt um die 100 Euro. Doch auch schlichte Reflexbänder ohne Hightech können Leben retten- man muss sie wie die hellen Klamotten eben auch tragen. Auch Fußgänger sollten in der dunklen Jahreszeit auf ihre Sichtbarkeit achten.

Am Freitag, 8. November, lädt der ADFC zur dritten Allgäuer Lichterfahrt nach Kempten ein: “Die ersten 30 Teilnehmer bekommen von uns eine leuchtende Kleinigkeit, “sagt Bäucker,“ außerdem prämieren wir das Fahrrad, das besonders originell leuchtet!“

Eingeladen sind alle Allgäuer Radler, ihre Maschinen phantasievoll mit Lichtern aller Art zu schmücken. Die Lichterfahrt startet um 18 Uhr auf dem Hildegardplatz, sie führt quer durch die Kemptener Innenstadt und ist wegen ihrer besonderen voradventlichen Stimmung beliebt.

Lub