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Amts- und Mitteilungsblatt für den Markt Arberg
Ausgabe 10/2026
Sonstige Bekanntmachungen
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Mehr Beweidung hilft Wiesenbrütern

Naturschutzprojekt chance.natur sucht Flächen für mehr Beweidung und unterstützt bei der Umsetzung

Die Wiesenbrüter-Brutsaison 2026 ist in vollem Gang. Kiebitze und Brachvögel sind im Altmühltal wieder vielerorts zu hören und zu sehen. Eine Besonderheit, denn in ganz Bayern kommen Sie kaum mehr vor. Auch die Uferschnepfe, die letztes Jahr nur noch mit 14 Paaren in Bayern vertreten war, ist zurück. Doch der Schein trügt. Es sind zu wenige und nur wenige Küken werden flügge. Das Naturschutzprojekt „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ will Abhilfe schaffen. Projektleiter Dietmar Herold sagt wie: „Die zentralen Bausteine sind mehr Wasserrückhalt, mehr Schutz für Gelege und Küken und mehr Beweidung.

In der Gemeinde Bechhofen wurde 2025 in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach eine Mulde ausgebaut, ebenso bei Leutershausen, im „Wiesmet“ und an weiteren Stellen. Die Arbeiten für mehr Wasserrückhalt werden in den nächsten Jahren konsequent fortgesetzt. Mulden, die im Frühjahr länger Wasser führen, bieten Wiesenbrütern Schutz und Nahrung.

Der Schutz der Brutplätze und Küken muss verbessert werden. Hierzu sind drei Dinge nötig: der unmittelbare Schutz der Gelege durch Elektrozäune, die maßvolle Pflege von Brachen, Schilf und Gehölzen, um Krähen, Greifvögel, Füchse und andere möglichst von den Brutzentren fernzuhalten, und jagdliche Maßnahmen. Die Fuchsbestände haben seit der Tollwutbekämpfung stark zugenommen. Waschbären sind mittlerweile flächendeckend anzutreffen. Die Schieflage ist eklatant. Das Projekt arbeitet deshalb mit den Jägern zusammen. 2025 wurden Fuchsfallen und Wieselfallen angeschafft. Über sechzig Prozent der Reviere beteiligen sich. Wir hoffen, dass es noch mehr werden.

Ein dritter zentraler Baustein ist die naturverträgliche Bewirtschaftung und hier vor allem die Beweidung. Weideflächen bringen mehr Struktur, Nahrung und Schutz. 2025 lag ein großer Teil der Kiebitzgelege in den bestehenden Weideflächen. Das Projekt sucht deshalb Bewirtschafter, die sich eine Beweidung vorstellen oder Eigentümer, die Flächen bereitstellen könnten. Auch eine Nachweide im Herbst, nach dem ersten Schnitt ist eine gute Option. Das Projekt unterstützt Sie bei der Einrichtung von Weiden z.B. mit Zaunmaterial. Seit 2026 gibt es auch neue Fördermodelle über das Projekt z.B. zur Anlage von Frühmahdstreifen.

Das Projekt hat auch die Möglichkeit, Flächen anzukaufen oder langfristig zu pachten. In der Regel können diese Flächen vom bisherigen Bewirtschafter weiter bewirtschaftet werden, natürlich mit Auflagen. Wenn der Verkauf keine Option ist, aber dennoch Maßnahmen, wie die Beweidung oder die Anlage von Mulden auf nassen Teilflächen ermöglicht werden, können Erschwernisse und Ertragsminderungen mittels Einmalzahlungen ausgeglichen werden.

 

Sie wollen mehr erfahren? Melden Sie sich, wenn Sie …

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Flächen beweiden oder zur Beweidung zur Verfügung stellen möchten,

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mehr über die neuen „Fördermodelle“ wissen möchten,

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unattraktive, nasse oder mit Herbstzeitlose belastete Teilflächen auf ihrem Grundstück haben,

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Maßnahmen gegen Einmalzahlungen auf ihren Flächen zulassen würden,

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Flächen für den Wiesenbrüterschutz verkaufen, verpachten oder tauschen möchten,

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sich als Jäger beim Prädationsmanagement beteiligen möchten,

 

unter www.lebensraum-altmuehltal.de finden Sie weitere Informationen.