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Amts- und Mitteilungsblatt für den Markt Arberg
Ausgabe 7/2026
Kirchliche Nachrichten
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Kirchliche Nachrichten

 

Die ältere Generation kann sich noch gut an das große Christuskreuz am Giebel der früheren Bäckerei Heumann, in Arberg „Thommersbäck" genannt, erinnern. Alle Bürger die zum Marktplatz oder zur Kirche wollten gingen an dem großen Kruzifix vorbei. Seit mindestens 1790 sah der gekreuzigte Christus auf die Passanten herab. Damals lebte das Ehepaar Habon in dem Anwesen. Danach wurde das Gütlein von der Familie Engelhardt erworben. Die Söhne des Michael Engelhardt übten das Schreiner- und Zimmermannshandwerk aus. 1894 heiratet der Schreiner Heigl in das Anwesen ein und bereits 1909 wird es vom Bäckermeister Isidor Heumann aus Oberschönau erworben. Er fällt bereits 1914 als Soldat im 1. Weltkrieg. Die Bäckerei wird von seiner Familie, später auch mit Cafe und Tankstelle, bis 1966 weiter betrieben.

 

 

Die Eigentümer des Anwesens hatten alle den Beinamen Herrgott. So wurden sie z. B. „Herrgottsheigl" oder „Herrgottsschreiner" genannt.

1967 wurde das Haus und die Nebengebäude abgerissen. Das Kruzifix erhielt letztendlich Pfarrer Herbert Limbacher als Geschenk zu seiner Primiz. Seine Eltern stammten aus Arberg und er selbst hatte zeitlebens eine enge Verbindung nach Arberg. Er ließ das Kruzifix restaurieren und der Korpus Christi zierte bis zu seinem Tod im Jahr 2023 seine Wohnung.

Seit seinem Tod gehört der Gekreuzigte Herrn Prof. Dr. Stefan Rieger. Er hat ihn als Dauerleihgabe dem Kunst- und Kulturverein Arberg überlassen.

Im März 2026 wurde der Korpus Christi von Mitgliedern des Vereins im Pfarrheim Arberg aufgehängt. Er hat dort wieder einen würdigen Platz gefunden.

Kunst- und Kulturverein Arberg
Karl Rieger