In Absprache mit unseren Gärtnern und dem Nachhaltigkeitsbeauftragten wurde auf den Staudenbeeten an der Überkumstraße diese Woche Mineralmulch aufgebracht.
Aus den Beeten sind dadurch keineswegs Schotterbeete geworden. Es handelt sich vielmehr um eine heimische „mineralische Mulchung“ mit „Dolomit-Split“ aus dem Baunacher Kieswerk.
Warum mineralischer Mulch?
Der Mulch soll einerseits die Unterhaltungskosten geringhalten, da eine Austrocknung der Pflanzflächen verhindert und aufwändiges Bewässern maßgeblich reduziert wird. Vor allem das schnelle Austrocknen war in den vergangenen beiden Jahren ein großes Problem, weshalb auch so manche Staude leider einging.
Aber auch um das Ausbreiten unerwünschter dominanter Arten, das so genannte Bei- oder Wildkraut zu verhindern, wird Mineralmulch verwendet. Zudem schützt er die Pflanzflächen vor Frost, Erosion und Verschlammung.
Da sich durch diese Maßnahme die verbliebenen Stauden nun noch besser ausbreiten können, wird nach einigen Jahren von der Mulchung – außer in den Wintermonaten – nichts mehr zu sehen sein.
Was ist der Unterschied zwischen Schotterbeet und Staudenbeet als Steingarten?
Die Beete in der Überkumstraße werden komplett mit Stauden zuwachsen, sodass der Split später kaum mehr zu sehen ist. Der Split wird außerdem nur wenige Zentimeter dick aufgetragen. Durch diese Gestaltung werden die Beete nur wenig Hitze abstrahlen und das Oberflächenwasser kann leicht in das Pflanzsubstrat (Humusschicht) versickern.
Anders verhält es sich bei Schottergärten oder Schotterbeeten. Hier besteht auch schon das Pflanzsubstrat (Humusschicht) aus Schotter und meist wird noch ein Vlies oder eine Folie als Trennschicht verbaut. Solche Schotterbeete sind ökologisch tot, erhitzen sich schnell und erschweren das Versickern von Oberflächenwasser.