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Betzigauer Hoigarte Amtsblatt der Gemeinde Betzigau
Ausgabe 15/2026
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Nachrichten anderer Stellen und Behörden

 

Psychische Krisen treffen Menschen jeden Alters und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Oft genügt ein Gespräch, um wieder Orientierung zu gewinnen. Genau dafür gibt es den Krisendienst Schwaben – seit mittlerweile fünf Jahren.

Seit dem Start im Januar 2021 haben mehr als 41.323 Menschen das kostenlose Hilfsangebot genutzt. Hinter jeder dieser Anfragen steht eine persönliche Geschichte: Ängste, Verzweiflung, Überforderung oder Sorgen um nahestehende Menschen. Die Mitarbeitenden der Leitstelle nehmen sich Zeit, hören zu und unterstützen dabei, individuelle Lösungen und passende Hilfen zu finden.

Aus einem zunächst werktags erreichbaren Angebot ist inzwischen ein flächendeckender Krisendienst geworden, der rund um die Uhr erreichbar ist. Gespräche sind in 120 Sprachen möglich, seit Anfang 2026 steht zusätzlich ein Angebot für gehörlose Menschen zur Verfügung.

„In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Krisendienst zu einer wichtigen Säule der psychosozialen Versorgung entwickelt. Frühzeitige Hilfe kann entscheidend dazu beitragen, Krisen zu bewältigen“, erklärt Bezirkstagspräsident Martin Sailer.

Seit Juli 2021 ergänzen mobile Krisenteams die telefonische Beratung. Sie kommen direkt zu Menschen in akuten Krisensituationen und unterstützen dort, wo Hilfe benötigt wird. Mehr als 107.000 Kilometer haben die Teams seitdem in Schwaben zurückgelegt.

Der Krisendienst Schwaben arbeitet als Teil der Krisendienste Bayern eng mit Beratungsstellen, Kliniken, Behörden, Rettungsdiensten und der Polizei zusammen. Ziel ist es, Betroffenen schnell die passende Unterstützung zu vermitteln.

„Viele Menschen zögern, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deshalb setzen wir bewusst auf ein niedrigschwelliges Angebot: kostenlos, anonym und ohne bürokratische Voraussetzungen“, sagt Dr. Lena Grüber, ärztliche Leiterin der Leitstelle.

Die Leitstelle wird von den Bezirkskliniken Schwaben betrieben und durch den Freistaat Bayern finanziert. Die mobilen Krisenteams werden vom Bezirk Schwaben getragen und von Caritas sowie Diakonie in Schwaben gestellt.