Liebe Mitglieder des Gemeinderates, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wenn wir auf das vor uns liegende Jahr blicken, dann dürfen wir das mit Zuversicht, Energie und Freude tun. Denn in unserer Gemeinde hat sich in den vergangenen Monaten viel bewegt – und wir stehen nun an der Schwelle zu einer neuen, spannenden Etappe unserer gemeinsamen Entwicklung.
Zuversicht schöpfen wir aus dem, was wir bereits erreicht haben. Vieles, was als Idee begann, ist heute Realität: der Spatenstich des Dorfgemeinschaftshaus in Hochgreut ist erfolgt, der Bau des Regenrückhaltebeckens und die Quellsanierung in Dodels zur Sicherstellung der gemeindlichen Trinkwasserversorgung der Hochzone konnten abgeschlossen werden, der Verkehrshelferdienst konnte eingerichtet werden, der unseren Schulkindern mehr Sicherheit gibt, und vieles mehr. Ermöglicht durch einen engagierten und mutigen Gemeinderat und durch Beharrlichkeit, Einsatzbereitschaft und vor allem durch den starken Zusammenhalt im Ort und in den Ortsteilen. Dieses Miteinander ist und bleibt die größte Stärke unserer Gemeinde und stimmt mich zuversichtlich. Es zeigt sich in Vereinen und im Ehrenamt, in der Nachbarschaftshilfe und anderen Arbeitskreisen – und nicht zuletzt im offenen und konstruktiven Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung.
Mit Energie blicken wir auf die Herausforderungen des neuen Jahres, auf die großen und kleinen Projekte, die vor uns liegen und unsere Gemeinde weiter voranbringen: das in diesem Jahr mit dem Bau beginnende Projekt „Wohnen mitten im Ort“ mit 18 Wohnungen, die Fertigstellung des Spielplatzes und Multifunktionsplatzes, die Sanierung und Neugestaltung der Räume im Erdgeschoss des Rathauses, Straßensanierungen, die Platzgestaltung der ehemaligen Alten Schmiede, der Beachvolleyballplatz am Notzenweiher, die Einführung einer Bürger-App und wenn alles gut geht, dem Beginn der Erschließungsarbeiten am Bachtelschreiner. Die Auseinandersetzung mit kommunaler Wärmeplanung, mit Herausforderungen und Chancen der Energiewende, mit der Prüfung von Maßnahmen zum Ausbau von Betreuungsangeboten. Diese Vorhaben fordern uns – organisatorisch, finanziell und manchmal auch in der Geduld. Aber sie lohnen sich, weil wir sie nicht für uns allein, sondern für kommende Generationen umsetzen. Eine lebenswerte, moderne und zugleich bodenständige Gemeinde Betzigau entsteht nicht von selbst – sie ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengung, Ausdauer und Verantwortung. Mögen wir das bewahren, was uns stärkt, und den Mut und die Energie haben, das zu verändern, was unsere Zukunft verbessert.
Und bei aller Verantwortung für unsere Gemeinde und für das neue Jahr dürfen wir eines nicht vergessen: die Freude. Die Freude an unserem schönen Ort Betzigau, an lebendigem Vereinsleben, an Festen und Begegnungen. Die Vorfreude auf das Bezirksmusikfest, das heuer anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Musikkapelle Betzigau bei uns stattfindet, die Vorfreude auf unsere neue Pächterin Simge Dogan im Hirsch und tolle Veranstaltungen im Bürgerzentrum. Diese Freude ist der Motor, der uns antreibt, die Herausforderungen des neuen Jahres und der Zukunft zu meistern.
Vor uns liegen die Kommunalwahlen, die uns allen die Möglichkeit geben, die Zukunft unserer Gemeinde und unseres Landkreises Oberallgäu aktiv mitzugestalten. Die Wahlen sind Ausdruck unserer demokratischen Kultur und ein wichtiges Zeichen dafür, dass Mitbestimmung und Verantwortung vor Ort gelebt werden. An dieser Stelle möchte ich allen Danke sagen, die sich für eine Kandidatur erneut oder zum ersten Mal zur Verfügung stellen.
Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, was wir gemeinsam erreichen können. Ich bin fest davon überzeugt: Wenn wir zusammenhalten, offen miteinander sprechen und mit Zuversicht und Tatkraft an die Aufgaben herangehen, dann wird Betzigau seinen bürgerfreundlichen, zukunftsorientierten und erfolgreichen Weg fortsetzen.
In diesem Sinne danke ich allen für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung im vergangenen Jahr. Ich übe mein Amt seit letztem Mai motiviert, mutig, dankbar und in großer Demut aus und weiß einen guten Gemeinderat, eine wunderbare Rathausverwaltung, einen tatkräftigen Gemeindebauhof und eine engagierte Bürgerschaft an meiner Seite.
Gerne wiederhole ich die Worte nach meiner damaligen Vereidigung: „Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft in der Zukunft mutig Neues zulassen und wir uns als Menschen mit Respekt und Offenheit begegnen. Dass wir im Dialog bleiben. Vor allem dann, wenn wir nicht einer Meinung sind. Dass wir an Lösungen glauben, wenn uns politische Ansichten oder mediale Berichterstattung zu entzweien drohen.“
Ihnen und euch allen wünsche ich von Herzen Zuversicht, Energie und Freude für das neue Jahr 2026 und möchte zum Abschluss dieses Zitat von Aristoteles wiedergeben:
„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen.“