Nach vier Wochen Sommerferien kehrten die Kinder und das Pädagogenteam voller Vorfreude in den Waldkindergarten Spatzennest zurück. Doch statt eines unbeschwerten Neustarts erwartete sie zunächst eine Reihe trauriger Überraschungen.
Das Gelände des Waldkindergartens ist öffentlich zugänglich und wird auch außerhalb der Kindergartenzeiten gerne von Menschen genutzt. Grundsätzlich freut sich das Pädagogenteam darüber – schließlich soll der Platz ein Ort der Begegnung sein. Umso enttäuschender war der Zustand, in dem das Gelände nach den Ferien vorgefunden wurde.
Die Rutsche am Baumhaus wurde offenbar mit einem Stein beschädigt. Deutliche Beulen sind im Material zu sehen. Auch Sitzgelegenheiten wurden umgestoßen und verschiedene Spielmöglichkeiten auf dem Gelände so verstellt, verdreht oder verändert, dass sie anschließend nicht mehr genutzt werden konnten.
Rund um das Gelände lagen zahlreiche leere Bierflaschen. Besonders erschreckend war der Zustand der Outdoor-Toilette: Sie wurde stark verschmutzt hinterlassen, und sogar Spielsachen wurden hineingelegt.
Für das Pädagogenteam ist vor allem eines schwer nachvollziehbar: Wie kann ein Ort, der täglich von Kindern zum Spielen, Entdecken und gemeinsamen Erleben genutzt wird, so hinterlassen werden?
Das Gelände soll weiterhin für alle offen bleiben. Familien, Spaziergänger und andere Besucher sind willkommen. Gleichzeitig bittet das Pädagogenteam darum, diesen besonderen Ort mit der nötigen Rücksicht zu behandeln.
Denn hinter dem Gelände steckt viel Arbeit und Herzblut – und vor allem ist es der Ort, an dem die Kinder ihren Kindergartenalltag verbringen.
Ein Ort für alle kann nur dann ein Ort für alle bleiben, wenn auch alle ein Stück Verantwortung dafür übernehmen.
Wer während der Ferien etwas beobachtet hat oder Hinweise dazu geben kann, wie es zu den Beschädigungen und Verschmutzungen gekommen ist, wird gebeten, sich beim Waldkindergarten Spatzennest zu melden. Vielleicht lässt sich so noch nachvollziehen, was auf dem Gelände passiert ist.
Der Wunsch des Pädagogenteams ist dabei eigentlich ganz einfach: Der Waldkindergarten soll ein schöner und sicherer Ort für die Kinder bleiben – und gleichzeitig ein Ort, den alle mit Respekt nutzen können.