Tempo 70 Staatsstraße Treffen BI Bgm Freuen sich, dass ihre Initiative auf ein Tempolimit an der Staatsstraße 2096 zwischen Sondermoning und im Bereich der Abzweigung nach Manholding Erfolg hatte (von links): Rosi Mittermaier-Mühldorfer, Susi Hagen, Chiemings Bürgermeister Stefan Reichelt, Bürgermeister Toni Wimmer aus Nußdorf sowie Stephan Scholz und Peter Neubauer von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrssicherheit, Sondermoning.
Chieming/Nußdorf. Erfreuliche Nachricht für die Bürger in Manholding und Sondermoning. Nur wenige Woche nachdem eine Bürgerinitiative für mehr Verkehrssicherheit eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h auf der Staatsstraße 2096 von Sondermoning in Richtung Matzing und im Bereich der Abzweigung nach Manholding gefordert und mit einer Unterschriftenliste an Stefan Reichelt und Toni Wimmer, die 1. Bürgermeister von Chieming und Nußdorf, bekräftigt hat, ist die Tempobeschränkung Realität. Die Untere Verkehrsbehörde beim Landratsamt Traunstein ordnete die entsprechende Beschilderung an, so dass nun auf der Staatsstraße zwischen der Abzweigung der Kreisstraße TS 46 nach Nußdorf bis zum östlichen Ortsschild von Sondermoning in beiden Richtungen Tempo 70 gilt. In mitten dieses Straßenabschnitts ist die Abzweigung der Gemeindestraße nach Manholding.
Dort komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil viel zu schnell gefahren werde, begründeten 40 Manholdinger ihre Forderung nach einer Geschwindigkeitsbeschränkung. Vor allem das Einfahren in die Staatsstraße und Abbiegen nach links in Richtung Matzing sei besonders gefährlich, weil die Sicht nach rechts, auf die, aus Sondermoning kommenden Autos wegen einer Kuppe nur etwa 85 Meter beträgt. Ebenso ist es beim Linksabbiegen von der Staatsstraße nach Manholding, wenn man aus Sondermoning kommt und wegen Gegenverkehrs anhalten muss. Durch nachfolgende Autos, die mit 100 km/h oder schneller über die Kuppe rasen, sei die Gefahr eines Auffahrunfalls sehr groß, so die Manholdinger.
Nach Übergabe der Unterschriften von 40 Manholdinger Bürgern Anfang November mit der Forderung auf ein Tempolimit von 70km/h (wir berichteten) wurden die Bürgermeister Reichelt und Wimmer aktiv und richteten einen Antrag an Landrat Andreas Danzer und die die zuständige Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt. Die beiden Rathauschef verwiesen darin insbesondere auf Paragraph 45 der Straßenverkehrsordnung. Dort heißt es: „Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten. Anordnungen sind nur dort zulässig, wo aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko erheblich übersteigt.“ Dass an der Einmündung bei Manholding ein erhebliches Risiko aufgrund geringer Sichtweite von nur 85 Metern auf die von Sondermoning kommenden Fahrzeuge besteht, sieht auch die Verkehrsbehörde so und ordnete noch im Dezember die Aufstellung der 70 km/h-Beschränkung an. Peter Neubauer aus Sondermoning, der unmittelbar neben der Abzweigung nach Manholding wohnt, erklärt: „Bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h, ist die Sichtweite von 85 Metern zwischen Einmündung nach Manholding und Kuppe ausreichend.“
Die gemeinsame Beantragung durch die Bürgermeister von Nußdorf und Chieming ist darin begründet, dass die Staatstraße 2096 östlich von Sondermoning bis zur Abzweigung der Kreisstraße nach Nußdorf fast vollständig auf Nußdorfer Gemeindegebiet verläuft und sich an der Abzweigung nach Manholding die Gemeindegrenzen von Chieming und Nußdorf berühren.
Nachdem die 70 km/h-Schilder vom Straßenbauamt aufgestellt waren, trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative für mehr Verkehrssicherheit aus Sondermoning und Manholding vor Ort mit den Bürgermeistern Wimmer und Reichelt. Susi Hagen aus Manholding zeigte sich erfreut, dass ihre Forderung nach kurzer Zeit erfüllt und die Untere Verkehrsbehörde einlenkt habe.
Stephan Scholz, Peter Neubauer und Rosi Mittermaier-Mühldorfer aus Sondermoning würdigten den Einsatz der Bürgermeister Toni Wimmer und Stefan Reichelt, die sich in gemeinsamer Initiative für die Anliegen der Bürger und Verbesserung der Verkehrssicherheit stark gemacht haben. Zugleich baten sie, insbesondere Bürgermeister Wimmer, die noch offenen Anliegen der Bürgerinitiative, wie zum Beispiel Tempo 30 im Ortsbereich Sondermoning zu unterstützen und weiter zu verfolgen. pv.