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Chieminger Nachrichten
Ausgabe 9/2026
Schulnachrichten
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„Schule Chieming macht Zukunft“

Bäckerei Stumhofer

Drechselkurs

Nähkurs

Das neue Berufsorientierungskonzept an der Mittelschule Chieming

Rückblick März:

 

Am Donnerstag, den 12. März fanden gleich zwei Veranstaltungen statt: vormittags - Besichtigung und Praxiserfahrungen in der Bäckerei Stumhofer

Kern des neuen, praxisorientierten Konzepts an der Chieminger Mittelschule ist es, frühzeitig praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen sowie persönliche Stärken zu erkennen und zu fördern. Die enge Einbindung lokaler Betriebe soll dabei den Schulalltag praxisbezogen und lebendig ergänzen. Die erste Betriebsbesichtigung der 5. Klasse fand am 12. März in der Bäckerei Stumhofer statt. Helmut Stumhofer und sein Team nahmen sich viel Zeit den Schülern den Betrieb mit großer Backstube und Verkauf zu zeigen, sowie die Abläufe und Techniken zu vermitteln. Dabei hatten die Schüler ausgiebig Gelegenheit auf den Arbeitsflächen Brot zu kneten, Laugenteiglinge zu formen oder in der Konditorei Osterverzierungen herzustellen. Die Mitarbeiter und der Chef standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite, erklärten Berufsfelder einer Bäckerei und zeigten Arbeitsbereiche und Kniffe. So konnten am Ende alle Schüler ihre eigenen Brote und Backwaren mit nach Hause nehmen. Ein herzliches Dankeschön an die Bäckerei Stumhofer für diesen tollen Tag in einem bayerischen Traditionsbetrieb!

 

 

 

Abends - Informationsveranstaltung für Eltern, Betriebe und die Gemeinden

Rund 90 Gäste verfolgten am Abend des 12. März einen Informationsabend, bei dem die Mittelschule Chieming ihr neues Schulkonzept mit dem Titel „Schule Chieming macht Zukunft" der Öffentlichkeit präsentierte. Schulleiterin Sabine Ramming, Lehrerin Doris Wagnerberger und die frühere Fördervereinsvorsitzende Ariane Ruess-Maier stellten als gemeinsames Steuerungsteam das für die der Chieminger Mittelschule erarbeitete Programm vor.

Das Konzept baut auf den drei Säulen der bayerischen Mittelschule auf: Persönlichkeitsentwicklung, allgemeine Bildung und Berufsorientierung. Dabei sind unter anderem folgende Bausteine geplant und teilweise bereits angelaufen: Kooperationen mit dem örtlichen Kindergarten durch gemeinsame Vorlesezeiten, Betriebsbesichtigungen mit praktischen Elementen, ein Robotik-Workshop im Schüler-Forschungszentrum Berchtesgaden sowie die Förderung von Alltags- und Sozialkompetenzen. Letztere umfassen regelmäßiges Kochen und Backen in der Schulküche, vielfältige Sportangebote, einen „Aktionstag Musik" mit Auftritten, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie den Resilienzkurs „Stark auch ohne Muckis". Ab dem nächsten Schuljahr sollen außerdem Hochbeete auf dem Schulgelände angelegt, bepflanzt und die geernteten Produkte weiterverarbeitet werden – ein Projekt, welches vom Förderverein angeregt und von der Firma Landschaftspflege Mayer unterstützt wird.

Die Präsentation skizzierte den Stufenplan vom fünften bis zum neunten Schuljahr: durchgehende Berufsorientierung Hand in Hand mit regionalen Betrieben und Handwerksbetrieben sowie eine schrittweise Stärkung sozialer und alltagspraktischer Fähigkeiten

Unter den Gästen begrüßt wurden insbesondere die Bürgermeister des Schulverbands, Stefan Reichelt und Gerhard Wirnshofer (Grabenstätt), daneben zahlreiche Gemeinderatsmitglieder, ein Großteil des Lehrerkollegiums sowie Vertreter regionaler Unternehmen. Durch den Abend führte Andreas Schneider, Berufsschullehrer an der Förderberufsschule Traunreut.

Für die Mittelschule als vollwertige Alternative zu Realschule und Gymnasium sprachen drei junge Handwerksmeister, die selbst diese Schulform durchlaufen haben: Friseurmeisterin Maria Seidl, ihr Bruder Franz Seidl jr. (Maurermeister) sowie Zimmerermeister und staatlich geprüfter Bautechniker Niklas Wirnshofer. Bürgermeister Wirnshofer schilderte aus Elternperspektive, wie anspruchsvoll die Entscheidung für die richtige Schulform sein kann. Zwei Schülermütter – Susanne Kohlruß und Heide Wimmer – hoben aus eigener Erfahrung hervor, dass die Schule Chieming auf jeden einzelnen Schüler eingehe und bei entsprechenden Voraussetzungen der Kinder den Übertritt auf eine höhere, weiterführende Schule unterstütze.

Als übergeordnetes Ziel fasste Ruess-Maier zusammen: „Jede Schülerin und jeder Schüler soll bis zum Abschluss einen umfassenden Überblick über die Betriebe und Berufe der Region erhalten, mehrere Praktika absolviert und idealerweise noch während der Schulzeit einen Ausbildungsplatz nach Wunsch gefunden haben."

Förderverein, Elternbeirat, OGTS-Team, Jugendsozialarbeit und Lehrerkollegium standen im Anschluss für Fragen und Schulhausführungen zur Verfügung.

Folie Übersicht Jahrgang 5-9

Workshops und Elterninformationstage am 17. und 18. März

Schüler der 4. Klassen aus Chieming, Grabenstätt, Nußdorf, Traunstein und Haslach erhielten bei zahlreichen Mitmachaktionen Einblicke in die praktische Ausrichtung der Mittelschule. Begrüßt wurden die Schüler mit dem Schulsong und den Schülern von Doris Wagnerberger. Unterstützt von den Schülern der 5. Klasse konnten die Viertklässler anschließend eigenständig an Nähmaschinen Schlüsselanhänger anfertigen, in der neuen Schulküche Osterhasen backen, die neue Hockeyausrüstung in der Turnhalle testen, eine Einführung in die Möglichkeiten des Drechselns erleben, mit IPads arbeiten und zeichnen oder bei einer Schulhausrallye das Schulgebäude erkunden. In der Zwischenzeit hatten die Eltern ausgiebig Gelegenheit Fragen an Rektorin Sabine Ramming zum neuen Berufsorientierungskonzept zu stellen, die OGTS-Räume zu besichtigen und selbst in die Workshops zu schnuppern.

 

 

 

An der Grund- und Mittelschule wird es in diesem Jahr wieder einen Maibaum geben: Das Maibaumfest findet am Freitag, den 8. Mai statt. Die Schüler der 5. Klasse übernehmen mit der Zimmerei Wirnshofer die Herstellung der Maibaumtaferl.