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Mitteilungsblatt für die VG Dormitz
Ausgabe 13/2020
Sonstige Mitteilungen
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Corona-Sonderregeln für die häusliche Pflege

Die Bundesregierung hat vorerst bis zum 30. September 2020 coronabedingte Sonderregelungen für einzelne Leistungen im Bereich der häuslichen Pflege erlassen. Die neuen Gesetze entlasten Pflegebedürftige und deren Angehörige, die aufgrund des Coronavirus Schwierigkeiten bei der Organisation und Finanzierung der Pflege haben.

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung

Arbeitnehmende können sich derzeit 20 Tage freistellen lassen, um die Pflege eines Angehörigen zu organisieren. Das Pflegeunterstützungsgeld dient dabei als Lohnersatz.

Teilzeit durch Familienpflegezeit

Pflegende Angehörige dürfen zur Zeit kurzfristig den Stellenumfang auf Teilzeit durch Familienpflegezeit reduzieren. Lohneinbußen können Betroffene mit einem Darlehen ausgleichen.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Personen mit Pflegegrad 1 können die Entlastungsleistung von 125 Euro während der Pandemie auch für andere notwendige Dienste, wie die Nachbarschaftshilfe, nutzen.

Stationäre Kurzzeitpflege

Findet die Kurzzeitpflege in stationären Rehazentren und Krankenhäusern statt, steht Betroffenen aktuell ein erhöhter Zuschuss von bis zu 2.418 Euro zur Verfügung.

Verhinderungspflege bei Homeoffice

Pflegende Angehörige, die coronabedingt im Homeoffice sind und von Verwandten, Freunden oder Nachbarn unterstützt werden, können nun Verhinderungspflege anfordern.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Für die Pflege zu Hause stehen derzeit 60 Euro statt bislang 40 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Mundschutze und Einmalhandschuhe.

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Pflege steht Ihnen die unverbindliche und kostenlose Pflegeberatung unter Tel. 06131-4648612 (täglich von 8 bis 20 Uhr) unterstützend zur Seite.

Weitere Infos unter www.pflegehilfe.org