Auch zum 25-jährigen Jubiläum der Sommerlesenacht hatte Petrus wieder das gewohnte Einsehen und wir konnten den Abend bei angenehmen Temperaturen in schöner Umgebung verbringen. Familie Rehm hatte wieder ihren gepflegten Garten zur Verfügung gestellt und mit Bestuhlung, Verpflegung, stimmungsvoller Beleuchtung und sogar mit Decken für die Abendkühle alle Voraussetzungen geschaffen, dass es sowohl für Akteure als auch ZuhörerInnen ein schöner und unterhaltsamer Abend wurde.
An dem bewährten Konzept haben wir nichts geändert: es wurden abwechselnd Texte vorgelesen und dazwischen Musik gehört und gesungen. Begonnen hat den Abend, nach der Begrüßung durch Sabine Rehm, Hubert Schmitt mit einem Text von Pater Josef Schicker, der etliche Jahre in Bolivien gelebt und von seinen Erlebnissen dort in einem kleinen Büchlein berichtet hat.
Danach ließ uns Guenter Popp an den vergnüglichen Vorbereitungen und stimmlichem Aufwärmen eines dörflichen Gesangvereines teilhaben. Als nächstes hörten wir Gedichte von Petra Königsmann aus ihrem 2022 erschienenen Lyrikband mit dem Titel „Vorhang auf, das Spiel beginnt“. Das Schwere trifft das Heitere, ist ihr Motto beim Schreiben, und das wurde beim Zuhören deutlich.
Aus dem Schulleben, und zwar aus eigener Erfahrung, berichtete Gara Spiegelhauer anschließend. Der Titel der Erzählung war "Die Kifferschule" und genau davon handelte die wahre (!) Geschichte.
Danach war eine Pause notwendig, in der bei Snacks und Getränken über das Gehörte gesprochen und diskutiert werden konnte. Nach der Pause hörten wir eine heitere Geschichte, die die Gastgeberin Sabine Rehm wieder selber geschrieben hatte. "Bring’s auf den Punkt!" hat sie ihrer weitschweifig erzählenden Tante zurufen müssen, aber vergeblich.
Rudi Schleifer sprach anschließend vielen aus dem Herzen, als er vorlas, was man als Opa so alles mitmacht. Zustimmende Laute waren jedenfalls aus dem Publikum zu hören.
Auch Günther Popp hatte wieder die Lacher auf seiner Seite, als er von einem Ausflug der Sangesbrüder, dem Maibock, einem Unesco Weltkulturerbe und einer verhängnisvollen Verwechslung beim Weihwasser erzählte.
Zum Schluss hörten wir noch ein Gedicht von Sabine Rehm, bevor Anneliese Preu, die auch moderierte, sich im Namen aller mit einem kleinen Gedicht und einer Blumenschale bei Familie Rehm für die jahrelange Gastfreundschaft bedankte.
Norbert Rietsch, der schon seit vielen Jahren bewährt für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt, spielte zum Abschluss „Lilli Marleen“ und Gäste und Akteure sangen begeistert mit und freuen sich auf ein nächstes Mal.