Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt oder aufgrund von Straßensperrungen als störendes Hindernis empfunden, wird die Kanalbaustelle in Weidach in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Hier kam modernste Tunnnelbautechnik zum Einsatz, wie sie vergleichbar beim Bau des Brennerbasistunnels verwendet wird. In Weidach wurde und wird auf einer Länge von ca. 170 m in einer Tiefe von bis zu 8,50 m gearbeitet. Microtunneling bedeutet, dass unterirdisch, ohne die Straßen aufzureißen und gewaltige Erdbewegungen auszulösen, ein kleiner Tunnel (Durchmesser rund 1 m) gefräst und in einem Arbeitsgang mit Kanalrohren gefüllt wird. Die Fräse, die mit Diamantköpfen ausgestattet ist, macht auch vor Felsen nicht Halt. Mittels einer sog. Spülbohrung wird das ausgefräste Material auf Straßenhöhe befördert und durchläuft dort ein Sieb und ein Absetzbecken, so dass das Wasser wiederverwendet werden kann. Die Steuerung und Beobachtung der Fräsarbeit erfolgt per Computer bzw. Bildschirmübertragung. Hier kann auf jede Herausforderung (z. B. Holz oder Metall) reagiert werden, so dass große Störungen vermieden werden können.
Für diesen Bauabschnitt kalkuliert die Gemeinde mit Kosten von rund 1,5 Mio. €.
Mitglieder des Gemeinderats folgten sehr interessiert den Ausführungen des Planers Stefan Bäumler, der mit viel Sach- und Fachkunde den Bauablauf erläuterte und auch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit, die Sorgfalt und die Kenntnisse der Baufirma hervorhob.