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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 11/2026
Vereine und Verbände
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Literarisches Frühstück

Für das Literarische Frühstück im Februar hatten wir das Thema „Schneegestöber“ gewählt, passend zur Jahreszeit. Der Wettergott hatte aber andere Pläne und gerade an diesem Tag strahlte die Sonne frühlingshaft vom Himmel. Trotzdem hatten die Zuhörer Freude an den Vorträgen, denn die frostklirrenden Tage mit Schnee und Glatteis sind allen noch in Erinnerung. Der Moderator Günter Doriat begrüßte als Gast die Tochter von unserer unvergessenen Senzi Weizenegger: Claudia Uhlemayr. Sie hatte ein Gedicht verfaßt, in dem sie den Schnee so beschrieb: „Mei Blick fällt uff dean nuie Schnee, wia er glitzret – wunderschee. Dicke Flocka hand huit z’Nacht mit ihrem Tanz – ganz stille, sacht, alles huimle weiß bedeckt, an Zucker auf die Landschaft glegt.“ - Natürlich sind Schnee und Kälte gute Voraussetzungen für einen Skikurs. Dass Skilehrer dabei nicht zu beneiden sind, berichtete Udo Horeth. Der Skilehrer Toni erzählte nämlich, dass die schlanken, rassigen Skihaserln, die er gerne hilfreich anfassen und aufrichten würde, kaum jemals hinfallen, die „habens nämlich nach zwei Kurstagen kapiert wies geht. Selbst wenn ich sie am Anfang ohne Skistöcke losfahren laß.

Aber die anderen, die Tortengefütterten, die liegen mehr als sie fahren… Während ich hinten als Hebekran arbeite, laufen mir vorn die flotten Hasen davon!“ Da ist das Schlittenfahren doch viel gemütlicher, meint man. Aber Dr. Peter Schneider schilderte, wie anstrengend das sein kann: „Rauf auf d’Schlitta – nauf da Berg. Ond von nuiem na ans Werk. So goahts da ganza Nommittag bis i Obends nomme mag! …Em Altr loßt ma’s eher sei, doch dia Junge send drbei. Schempfads it ond lons se gau, dia wearads au mal bleibe lau!“ (Verfasser J. R. Mayer). – Leonhard Kremer beschrieb zwei Sorten Skifahrer: „Die einen, die eigentlich nur wegen dem D A N A C H in den Wintersportort reisen und ihre teuersten und besten Ski sich nur deshalb leisten, um sie auf dem Autodach spazieren zu fahren oder auf der Schulter durchs Dorf zu tragen.“ Die anderen sind da schon fleissiger: „Wenn die auf der Piste Feierabend gemacht haben, findet man sie gleich danach schon im Fitneßraum…….oder sie kraulen im Hallenbad einige Runden oder sie hocken für ein paar Gänge in der Sauna!“ - Wir durften im Literaturkreis auch ein neues Mitglied begrüßen, nämlich Anneliese Degendorf. Sie erzählte im selbst verfaßten Gedicht von stillen Freuden im Schnee: „Seit Tagen ist es eisig kalt. Der Winter hat sich festgekrallt. Bald an den Frühling zu denken scheint verwegen – ich wandere auf stillen Wegen, verschneit um mich das ganze Land!“ Neben Schnee und Kälte plagt uns oft auch noch ein kalter Wind, den Udo Spitz so beschrieb: „Will ich mal ne Pause machen, sind Kräfte da, die mich entfachen. Bin Spielball von Gewalten, die mein Dasein stets gestalten. Kann niemals bleiben wo ich will. Ein Wind steht niemals lange still!“ (Vortrag Ch. Doll). - Doch irgendwann muß auch mal Schluß sein mit Schnee, Kälte und Wind und dann spüren wir: „Es gaut vorbei – ond zwar ganz schnell, dr Friahleng isch scho dau. Es weard wieder warm ond schea und hell und d Welt mea himmelblau!“ – Diesen tröstlichen Beitrag hatte Anna Beermann ausgesucht; da sie verhindert war, wurde er von Dr. Schneider vorgetragen.

Zum guten Gelingen der Veranstaltung trug auch die Familienmusik Fischer bei, die mit Gitarre, Hackbrett, Kontrabass und zwei Akkordeons den musikalischen Rahmen schuf (siehe obiges Foto). Ebenso der Moderator Günter Doriat, der mit launigen Worten durch den Vormittag führte. - Auch das Team des Seniorenzentrums sorgte für die Gäste mit dem gewohnten Frühstücksbuffet und Frühlingsbrötchen.

Am 27. März 2026 um 9.30 Uhr wollen wir Sie mit dem Thema „Reisefieber“ in ferne Länder entführen und laden Sie herzlich ein, wieder dabei zu sein!

J. Brettschneider