Für die musikalische Umrahmung sorgte eindrucksvoll die Gruppe MANUCO mit Manuela Thum, Simone Herz und Carmen Hofmann. (v.r.)
Vorstandsmitglieder: v.l. Beate Blaszok (Kassenwartin), Gudrun Schöner (Vorsitzende), Gisi Hobmeier (Beisitzerin), Sonja Seger (stellv. Vorsitzende), Anita Federl (Pflegedienstleiterin Ambulanz), Inge Lingg (Schriftführerin)
Zahlreiche Jubilare versammelten sich nach der Ehrung zusammen mit der Vorsitzenden Gudrun Schöner und Stellvertreterin Sonja Seger zu einem „Fotoshooting“.
Am 25.03.2023 fanden sich wieder zahlreiche Mitglieder des Vereins und einige interessierte Gäste im Seniorenzentrum ein, um bei der Jahreshauptversammlung Informationen über das vergangene Geschäftsjahr zu erhalten und nach den Einschränkungen der vergangenen Jahre umso mehr das Beisammensein und den persönlichen Austausch zu genießen.
Bekannte Lieder, aber auch neue Stücke aus der Feder von Manuela Thum, gefielen dem aufmerksamen Publikum und wurden mit kräftigem Applaus belohnt.
Die Berichte der Vorstandschaft wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen, konnte doch Kassenwartin Beate Blaszok von einer soliden finanziellen Basis berichten, was Kassenprüfer Udo Gredner bestätigte und deshalb die Entlastung sowohl der Kassenwartin als auch des Vorstandes einstimmig erfolgte.
Vorsitzende Gudrun Schöner erläuterte, dass der Verein sich an den Kosten für eine leistungsorientierte Prämie für die Mitarbeiterinnen der Ambulanz beteiligt hatte, denn in Krisenzeiten „nur auf dem Balkon zu stehen und Beifall zu spenden … ist zwar eine nette Geste, nützt aber keinem etwas, wenn keine Taten darauf folgen“. Auch Kosten für Fortbildungen und Software wurden übernommen und der Verein bezuschusste die Kosten für eine Teilzeitkraft in der Verwaltung des ambulanten Dienstes. Natürlich können, so die Vorsitzende, diese Zuschüsse nur deshalb gewährt werden, weil durch die Mitgliedsbeiträge, Spenden und Mieteinnahmen die finanzielle Basis dafür geschaffen wird. Eine großzügige Spende hob sie hervor, nämlich von Dr. Gerd Müller, ehemaligem Bundesminister und derzeitigem Vorsitzenden der UNIDO, der von seinem Preisgeld der Julius-Itzel-Stiftung dem Verein 10.000 Euro spendete.
Erfreulich sei, dass im vergangenen Jahr wieder 24 neue Mitglieder begrüßt werden konnten (Mitgliederzahl derzeit 720). Es sei schön zu sehen, dass die Arbeit des Vereins wertgeschätzt und von den Bürgerinnen und Bürgern durch eine Mitgliedschaft honoriert werde. Deshalb hoffe die Vorstandschaft natürlich, dass sich auch weiterhin Interessierte finden, die durch eine Mitgliedschaft (auch bereits in jüngeren Jahren) ihren Teil dazu beitragen, dass die Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger im Bedarfsfall gewährleistet werden kann. Das Fundament des Vereins seien die zahlreichen, teilweise jahrzehntelangen Mitglieder. Im Jahr 2023 waren insgesamt 97 Mitglieder 25, 30, 35, 40, 45 und 60 Jahre dabei.
Anita Federl, Pflegedienstleiterin des ambulanten Dienstes, nannte eindrucksvolle Zahlen: 2022 wurden 224 Bürgerinnen und Bürger, die pflegerische Unterstützung benötigten, bei 30.011 Hausbesuchen versorgt. Täglich finden 7 Pflegetouren statt (5 morgens und je 1 mittags und abends). 17 Pflegekräfte sind im Einsatz und drei Verwaltungsangestellte unterstützen die Ambulanz. Anita Federl berichtete, dass auch im ambulanten Dienst ein Fachkräftemangel herrsche und zu hoffen sei, dass sich die nächsten Jahre wieder mehr junge Menschen im Pflegeberuf ausbilden lassen.
Herbert Seger, Geschäftsführer und Stiftungsratsvorsitzender, ließ die Erfolgsgeschichte des Seniorenzentrums in einem Bildervortrag Revue passieren: Großzügige Nachlässe, das große Engagement von Dekan Fischer und Pfarrer Hörmann (Anm. der Verfasserin: sowie insbesondere Herbert und Sonja Seger) mit Visionen und Ideen in den 90er-Jahren sowie die vielfältige Unterstützung der Bürgerschaft legten den Grundstein für das Duracher Seniorenzentrum, das allseits geschätzt wird und einen sehr guten Ruf genießt.
Das Seniorenzentrum Durach mitten im Dorf, gestaltet mit blühenden Gärten, bietet Betreutes Wohnen, Pflegeplätze, ambulante Pflege und eine Tagespflege. Die immer gut besuchten Veranstaltungen wie Theaternachmittage, Weinfest, Sommerfest, Literarisches Frühstück u.v.m. locken stets zahlreiche Besucher an.
Herr Pfarrer Drischberger richtete ein zu Herzen gehendes Grußwort an die Zuhörer, in dem er betonte, wie wichtig Zuwendung und zwischenmenschliche Wärme gerade in der Pflege sei und wie sehr er die Arbeit des ambulanten Dienstes und des Vereins schätze.
Bürgermeister Gerhard Hock bedankte sich bei der Vorstandschaft des zweitgrößten Duracher Vereins für die wertvolle Arbeit und betonte die Wichtigkeit der Kooperation für die Unterstützung älterer und kranker Mitbürgerinnen und Mitbürger, indem beraten, geholfen und unterstützt werde.
Am Ende der Veranstaltung erinnerte die Vorsitzende daran, dass Frieden das wichtigste Gut in unserer Welt ist und wir alle mit verantwortlich dafür sind, unsere Welt zu schützen und zu erhalten.
Mit einer Einladung zum Gottesdienst am nächsten Tag, bei dem der verstorbenen Mitglieder des Vereins und Bewohner des Seniorenzentrums gedacht werde, verabschiedete sich Gudrun Schöner von allen Gästen und wünschte eine friedvolle Zeit.
Text: Vereinsvorstand, Fotos: Herbert Seger und Archiv SZ