mit der 243. Ausgabe der Duracher Rathauspost darf ich mich von Ihnen verabschieden. In 12 wechselvollen, spannenden, herausfordernden und schönen Jahren ist es dem Gemeinderat, der Gemeindeverwaltung und mir gelungen, eine Vielzahl von Vorhaben umzusetzen und die Lebensqualität in Durach weiterhin hochzuhalten.
Eine genaue Bilanz dieser Arbeit konnten viele von Ihnen in den kürzlich veranstalteten Bürgerversammlungen nachvollziehen. Ich war gerne Ihr Bürgermeister und habe mich 12 Jahre lang unentwegt, sozusagen mit Haut und Haar, für Ihre Belange eingesetzt.
Meinem Nachfolger, Patrick Böck und dem neuen Gemeinderat wünsche ich eine glückliche Hand und viel Erfolg!
Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag wurden mit Petra Brecheisen als 2. Bürgermeisterin und Herrmann Böving als 3. Bürgermeister zwei bekannte und beliebte Persönlichkeiten zur Unterstützung des 1. Bürgermeisters gewählt. Dies nehme ich zum Anlass, um denjenigen zu danken, die mich als 2. und 3. Bürgermeister/in 12 Jahre lang vor allzu großen Fehlern bewahrt haben und mir viele Tipps zum Leben in Durach, zu den familiären Verbindungen sowie den sonstigen Netzwerken gaben.
In den ersten fünf Jahren war dies Hannes Sommerauer, der sich in Durach perfekt auskennt und mir dadurch viele Türen öffnen konnte. Ein Jahr währte die Amtszeit von Herbert Kiechle, den ich bereits aus meiner Zeit am Landwirtschaftsamt und der Landwirtschaftsschule kannte und mit dem ich mich ebenfalls gut verstand.
Nach der Kommunalwahl 2020, die für mich ein eher enttäuschendes Ergebnis brachte, rückte Robert Wirth an meine Seite. Entgegen meiner Erwartung, dass die zweite Amtszeit mit der erworbenen Routine einfacher verlaufen würde, gab es in den vergangenen sechs Jahren enorm viele Probleme, Herausforderungen und Veränderungen. Zudem war ich durch den sich verschlechternden Gesundheitszustand meiner Frau auch zu Hause stärker gefordert.
Dadurch wurde Robert Wirth für mich zu einem sehr oft beanspruchten Ratgeber, der durchaus mehrmals wöchentlich, oft täglich, im Einsatz war. Ohne ihn hätte ich die zweite Amtsperiode vermutlich nicht durchstehen können. Und ohne ihn wären wir an einigen Stellen, z. B. bei der Windkraft, kaum so weit wie wir heute tatsächlich sind.
Die ganzen 12 Jahre stand mir Christine Brandmeir als 3. Bürgermeisterin treu und voller Tatkraft zur Seite. Ihre spezifischen Kenntnisse der Duracher Vereins- und Sportszene, ihr Fingerspitzengefühl bei schwierigen Personalfragen und ihre Führungsqualitäten, die sich z. B. beim Duracher Frauenbundfasching zeigten, waren für mich sehr wertvoll.
2. und 3. Bürgermeister/in sind als Unterstützer und Korrektive für eine möglichst reibungslosen Bürgermeistertätigkeit unerlässlich.
Ein weiterer wichtiger Unterstützer war Altbürgermeister Herbert Seger. Man glaubt gar nicht, wie viele Entwicklungen aus der Vergangenheit in laufende Amtsgeschäfte wirken. Oftmals kann man die Zusammenhänge erst dann verstehen und erklären, wenn man von Zeitzeugen entsprechend informiert wird. Ein solch wertvoller Zeitzeuge war und ist unser Altbürgermeister.
Mit diesen fünf Duracherinnen und Durachern an meiner Seite konnte ich (fast) alle Schwierigkeiten meistern. Dazu nochmals meinen herzlichen Dank an alle fünf!
Unser neuer Bürgermeister Patrick Böck hat bei der bereits erwähnten ersten Gemeinderatssitzung eine bemerkenswerte Begrüßungsrede gehalten. Seine Gedanken stimmen mich sehr zuversichtlich und ich bin sicher, dass er, zusammen mit 2. und 3. Bürgermeister/in und dem neu zusammengesetzten Gemeinderat viele positive Akzente in Durach setzen wird.