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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 30/2026
Vereine und Verbände
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Literarisches Frühstück

Das Literarische Frühstück macht im Juli und August eine Sommerpause und wird Sie erst im September wieder einladen, dann zu dem Thema „Kur – nur“. Um die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir Ihnen von der Veranstaltung im Juni mit dem Motto „Es lebe der Sport“ berichten:

„Wia der Herrgott noch de Affa am sechsta Dag hot d’Leit erschaffe, it ganz zum Seaga fir dia Welt, do hot er se schea aufrecht gschtellt!“ So zitierte Annelie Havelka den Autor Dr. E. Knoll im Gedicht über „Nordic Walking“. Über diesen Sport hatte sich auch Anne Degendorfer Gedanken gemacht und vor allem zur Frage, wo man überall rumlaufen kann: „Mir laufet um de Öschlesee, Pause isch im Strandkaffee, oder in Tobias nei – dia Torte ladet oin au ei. Schö isch’s au um da Flugplatz rund, zruck zum Platzkaffee isch’s grad a Stund, oder ‚s Bachtel hindra, wenns isch heiß – d‘ Waldschenk hot a ganz guats Eis!“ (Verfasser A. Weixler). - Bei Mathilde Wöll waren es sogar 33 Tourenweiber, die sich plagten ohne auf die Uhr zu schauen: „So vergehen die Minuten manchmal zäh und manchmal schnell. Ach sie schwitzen diese Guten, und erst die Schmerzen im Gestell!“

Gitti Ernhofer hat ihre Erfahrungen selbst in Verse gegossen und stellte fest: „Fitneßprogramme sowie Studios in aller Welt versprechen Gesundheit, meist gegen viel Geld. Dort verbringen dann all die Muskelprotze ihre Zeit sinnvoller als vor der Glotze! ….. Ein bisschen Anstrengung und Schweiß muss es kosten, damit man fit bleibt im Alter und die Gelenke nicht rosten!“ Ein „Aufruf zum Sport“ von J. Ringelnatz lautete folgendermaßen: „Bleiches Volk an Wirtshaustischen, stell die Gläser fort. Widme Dich dem freien, frischen frohen Wintersport!“ (Vortrag A. Degendorfer). So mancher steigt heut gern aufs EBike, erzählte Anna Beermann: „Weisch, so a Baik hält jung und fit und fahre kaascht ohne Verlitt, schtatt schinde und noch Luft zum schnappe wearsch kräftig unterstützt beim Dappe!“ (Verfasser A. Guggemos). Bei so einer Radltour kann es auch passieren, dass einer hinfällt, wie es Christine Doll beschrieb: „D‘ Föhl hots dann vom Rädle gschmisse – dia hot Rock und Strümpf verrisse, s‘ Knia, dös isch verschunde gwea, sie hot an blöde Stoi it gseah!“ (Verfasser M. Adolf).

Eine ganz andere Sportart hatte Leonhard Kremer im Blick. Er berichtete von Autorennen: „Da sitzen sie in so einer Kiste aus Blech und fahren stundenlang im Kreis rum. Und einen Krach machen sie und einen Gestank gibt es da und überall an der Strecke stehen Tausende von Zuschauern. …….Und schöne Mädchen stehen dann dabei mit langen, blonden Haaren und tellergroßen Sonnenbrillen. – Wer sich das bloß ausgedacht hat? …… Warum das Formel 1 heißt und Sport sein soll, das weiß eigentlich auch kein Mensch. Das könnte genausogut auch Krach hoch zehn heißen!“ (Verfasser E. Heidenreich). - Am wenigsten anstrengend ist ein Sport, den Udo Horeth beschrieb, nämlich das Kreuzworträtsel lösen; oder ist das vielleicht doch nicht so leicht? Er zitierte nämlich einen Rätsellöser, der bei der Mehrzahl von Freibeutern einsetzte „Korsagen“ und bei einem berühmten Dirigenten hinschrieb „Karavan“ und ein Grautier mit vier Buchstaben war für ihn ein „Esau“!! (Verfasser L. Kammerer).

Dazu hörten wir flotte Musik von der Gruppe „sind’r g’richt“, die mit Gitarre, Bassgeige, Scherrzither und Ukulele (kleine Gitarre) mitreißende Melodien darbot wie Schnurri-Walzer und Dr flott Seachzger. – Traudl Leitner als Moderatorin brachte viel Humor und Esprit mit, wie obiges Foto zeigt. - Gut frequentiert war auch das beliebte Frühstücksbuffet. Allerdings fehlte auf Grund der hohen Außentemperaturen so mancher Stammgast. – Wir hoffen Sie alle im September wieder begrüßen zu dürfen!

J. Brettschneider – Foto U. Horeth