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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 35/2026
Sonstige Mitteilungen
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Sonstige Mitteilungen

Die neu gewählte Vorstandschaft des Fördervereins Mundart Allgäu: von links Beisitzerin Mechthilde Reichart, Schriftführer Uwe Söder, Beisitzerin Cornelia Besler, Schatzmeisterin Andrea Lotter und Vorsitzender Simon Gehring. Beisitzer Max Adolf konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Jahresversammlung und Dialektvorträge aus dem gesamten Allgäu präsentierte der Förderverein mundART Allgäu seinen Mitgliedern bei der Jahresversammlung in Durach.

 

 

Dialektpreis und neue Projekte stärken die Heimatkultur

Jahresversammlung in Durach würdigt erfolgreiche Vereinsarbeit und vielfältige Initiativen zur Pflege der Allgäuer Mundart

Der Förderverein Mundart Allgäu e.V. hat bei seiner Jahresversammlung in Durach auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückgeblickt. Der inzwischen mehr als 100 Mitglieder zählende Verein konnte zahlreiche Projekte und Veranstaltungen umsetzen. Vorsitzender Simon Gehring (Durach) zeigte sich sehr zufrieden und stellte die wichtigsten Aktivitäten vor.

Mundartpflege im Allgäu: Projekte und Veranstaltungen

Ein Schwerpunkt lag erneut auf der Pflege der Allgäuer Mundart. Zum Tag der Muttersprache wurde in Oberreute (Westallgäu) eine Mundart-Ecke eingerichtet. Zahlreiche Buchvorstellungen führten den Verein unter anderem nach Sonthofen mit Erika Lindner, nach Oberreute mit Michael Lehmann sowie in den Museum Stadel nach Durach mit Autor Tobias Schuhwerk. Dort war auch Bergbäuerin Friedl Ammann anwesend. Die Veranstaltungen wurden jeweils musikalisch von heimischen Volksmusikgruppen begleitet.

Dialektpreis würdigt Vereinsarbeit

Ein Höhepunkt war die Verleihung des „Dialektpreises“ der Dr.-Eugen-Liedl-Stiftung an den Förderverein Mundart Allgäu in Wertach – erstmals in der Vereinsgeschichte. „Das ist eine großartige Würdigung unserer Arbeit. Es lohnt sich, den Dialekt zu pflegen“, so Vorsitzender Gehring voller Stolz.

Auch das 25. Allgäuer Mundart-Forum im Kornhaus Kempten war ein großer Erfolg, muss jedoch derzeit pausieren. Die „Schwäbische Weihnacht“, Konzert und Lesung, nach Texten von Arthur Maximilian Miller, gemeinsam mit Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel und heimischen Musikgruppen in der Kirche St. Anton in Kempten, hat sich inzwischen fest etabliert und erfreut sich jedes Mal großer Beliebtheit.

Heimatbildung für Kinder und neue Publikationen

Großen Zuspruch fand das „Hoimat-Quartett Ostallgäu“, mit dem über 1600 Grundschulkinder spielerisch ihre Heimat kennenlernen können. Die Umsetzung hat die Sparkasse Allgäu ermöglicht. Die Schüler aus Roßhaupten haben die Kartenrückseite gestaltet. Ein besonderes Projekt war zudem das Buch „Menschen im Allgäu – Gesichter einer Region“, in dem 61 Persönlichkeiten von Reiner Metzger porträtiert wurden.

Neue Projekte im kommenden Vereinsjahr

Auch für das neue Jahr sind zahlreiche Vorhaben geplant. Der Schulwettbewerb „So schwätz i“ ist erneut ausgeschrieben worden. Die nächste „Schwäbische Weihnacht“ findet am 6. Dezember um 15 Uhr in der Kirche in Oberstaufen statt. Zudem sind ein „Heimat-Quartett Oberallgäu“, ein Dialekt-Memo sowie erstmals die Vergabe des „guet g’macht“-Preis vorgesehen.

Schatzmeisterin Andrea Lotter präsentierte einen positiven Kassenbericht. Bei den Neuwahlen wurde die gesamte Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer ist Herbert Seger und Rainer Kuisel.

Zum Abschluss der Versammlung lasen Allgäuer Autorinnen und Autoren Mundart- und Literaturbeiträge, darunter Silvia Hartung (Lindau), Marlene Nieberle (Germaringen), Rudolf Walter (Durach), Georg Martin (Bad Hindelang), Hedwig Rösch (Ketterschwang), Matthilde Jörg (Schwarzenberg) und Hannelore Maurus (Aitrach).