6 ausverkaufte Aufführungstermine, beeindruckende Kritik in der Allgäuer Zeitung, viel Lob von Theatervereinen wie Kranzegg, Legau, Ofterschwang, Thalkirchdorf und auch allen Besuchern aus Durach und dem gesamten Oberallgäu zeigten, der Brandner Kasper und das ewig‘ Leben ist noch immer eine faszinierende Geschichte und beim KulterBunt weiß man, wie man diese auf die Bühne bringt.
Das Stück war vom KulterBunt bereits für Ende 2023 geplant, musste jedoch für die Idealbesetzung noch ein Jahr warten. Doch im Herbst 2024 war es so weit: Der Text auf das Allgäu passend umformuliert und auf das Wesentliche reduziert und schon mal an alle Schauspieler verteilt. Am 16. Oktober 2024 gab es dann den Startschuss, wann wird geprobt, wie sieht das Bühnenbild aus und wie kann ein Stück mit 2 x 3 unterschiedlichen Bildern auf die doch relativ kleine Bühne der Villa K gebracht werden? Bei nur 3 Monaten Zeit waren ein perfektes Teamwork aus Regiearbeit, Inszenierung, Licht- und Tontechnik, Kostüme und Maske, musikalischen Einzelproben und Bühnenbau notwendig, aber auch unzählige Proben. Anfangs noch Einzelszenen parallel im Foyer und im Saal, später dann große Teile am Stück. Zum Schrecken einiger Schauspieler mussten wir dann nochmal einiges an Text kürzen und einen schon auswendig gelernten Text wieder rausnehmen. Das mögen Schauspieler gar nicht. Kurz vor Weihnachten dann eine Probe vom ersten Teil auf der Erde und vom zweiten Teil im Himmel als Durchlauf. Damit konnten wir schon mal beruhigt in die Weihnachtspause gehen, allerdings wirklich nur kurz, denn mit dem Bau des Bühnenbilds und dem Umbau aller Scheinwerfer konnte erst nach dem Herbstprogramm in der Villa K begonnen werden. Daher gab es in den Weihnachtsferien reges Treiben in der Villa: Hämmern, Schrauben, Malen, Zusammensammeln aller benötigten Utensilien und Baumaterialien und natürlich auch Schweißen, denn so ein Boandl-Mobil-Karren muss doch einiges aushalten.
Ab dem 4. Januar dann die ersten Proben mit Bühnenbild, viel feilen und experimentieren am perfekten Ablauf, z.B. mit der Hebebühne und Boandls Gefährt, dem Drehen von Brandners Hütte, dem Fest mit bis zu 18 Darstellern auf der Bühne. Das waren dann die Proben, die besonders viel Geduld und so einige Pizzen, Lebkuchen und durchaus schon mal den einen oder anderen Kirschgeist erfordert haben. Aber es hat sich gelohnt und zudem waren die Karten für die 5 geplanten Vorstellungen schon so gut wie ausverkauft. Also wurde noch kurzfristig eine Zusatzvorstellung eingeplant.
Am 17. Januar die Generalprobe mit ersten Gästen und es war klar, das wird ein „besonderes“ Theater. Alle Einzelteile aus Bühnenbild, Licht, Ton, Kostüme passen perfekt zusammen und erzeugen wunderbare Bilder und Stimmungen. Alle Rollen sind perfekt besetzt und die Spielfreude von den Hauptdarstellern bis zu allen Nebenrollen kommt beim Publikum an.
Premiere am 18. Januar und schon nachdem der Artikel nach der zweiten Vorstellung für die Allgäuer Zeitung geschrieben wurde, war auch die Zusatzvorstellung ausverkauft. Nach jeder Vorstellung war noch lange Betrieb im Foyer der Villa mit allen Schauspielern und den Gästen, mit oder ohne Flügel und durchaus dem einen oder anderen Kirschgeist. Aber auch das beste Theaterprojekt hat mal ein Ende. Die Theatermacher Gabi Striegl, Öhrnie und Uli Finkenzeller, sowie auch alle Schauspieler, v.a. Markus Wiedemann und Gerhard Soyer-Wagner brauchen nun eine Pause, dringende Frisörtermine und die Dengelstoiner sind schon in den Vorbereitungen für ihren „Hoimatobed“.