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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 6/2026
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Essensversorgung der Duracher Schule und der drei Duracher Kinderhäuser

Liebe Duracherinnen und Duracher,

seit über 25 Jahren werden die Duracher Schulkinder sowie die Kinder, die die Kinderhäuser Christophorus, St. Josef und St. Theresia besuchen, mit Mittagessen aus dem Seniorenzentrum versorgt. Die Essenszahlen stiegen in dieser Zeit von anfangs ca. 1.500 Essen/Jahr auf nun über 41.000 Essen/Jahr. Das Problem: Die Küche des Seniorenzentrums ist mittlerweile 29 Jahre alt und muss deshalb renoviert werden.

Aufgrund der jetzt schon gewaltigen Essensnachfrage und der Erwartung weiterer Steigerungen sieht sich die Küche des Seniorenzentrums aber nicht mehr in der Lage, den Duracher Kinderhäusern und der Schule das Essen zu liefern. Mit dem Schuljahresende soll deshalb Schluss sein.

Ich bedaure diese Entscheidung sehr, kann sie aber durchaus nachvollziehen. Ein fortdauernde Essenslieferung hätte einen Komplettumbau der Küche zur Folge gehabt, zudem wäre ein Anbau mit Unterkellerung notwendig geworden. Vorsichtig geschätzt wären wir bei 1,3 Mio. € Bau- und Renovierungskosten gelandet. Diese Kosten müssten auf 25 Betriebsjahre verteilt werden, doch dieses Risiko kann niemand tragen. Denken Sie nur an das Vorhalten von notwendigem Fachpersonal. Fehlt ein Koch kann nicht geliefert werden.

Neuorientierung: Aus diesem Grund müssen wir uns umorientieren und befragen und testen derzeit die unterschiedlichsten Anbieter. Wir, das sind die Schulleitung mit Elternbeirat, die Kinderhausleiterinnen sowie Hauptamt und Bürgermeister. Im Rennen sind

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Firmen, die täglich kochen, die gekochte Ware kühlen, dann ausliefern und vor Ort regenerieren. Uns bliebe zusätzlich die Investition in Technik und Personal.

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Anbieter von Tiefkühlware mit unglaublich vielen Menükomponenten. Preislich zwar interessant, jedoch würde viel Technik (z. B. Tiefkühlzellen, Kombidämpfer) und damit größere Räume und mehr Personal gebraucht. Regionale Essensbestandteile dürften nicht erwartet werden und vermutlich würde deutlich mehr Müll anfallen.

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Frischeanbieter, die täglich frisch kochen und heiß liefern (wie eben das Seniorenzentrum). Diese Anbieter sind leider eher dünn gesät oder bereits ausgelastet, weil derzeit so gut wie jede Grundschule (aufgrund des im Herbst geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung) auf der Suche nach Essenslieferanten ist.

Neben der Bereitschaft, Essen an uns zu liefern, spielen natürlich weitere Merkmale eine wichtige Rolle: Woher stammt die Ware, wie hoch ist der Anteil aus unserer Region? Wird kindgerecht gekocht? Wird vorportioniert oder kann/darf/muss geschöpft werden? Spielt „Bio“ eine Rolle? Werden Geschmacksverstärker oder Allergene beim Kochen verwendet? Und schließlich: Was kostet das Essen für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder und wer übernimmt die Essenskoordination und die Abrechnung?

Fazit: Alle betroffenen Partner bedauern diese Entwicklung und haben dennoch Verständnis, dass sich das Seniorenzentrum stärker auf seine eigentliche Zielgruppe konzentriert. An einer Lösung, die alle gemeindlichen und kirchlichen Einrichtungen einschließt, wird gearbeitet und wir sind überzeugt, zu Schuljahresbeginn eine gute und von allen akzeptierte Belieferungslösung vorstellen zu können.

Freundliche Grüße
Gerhard Hock
Erster Bürgermeister