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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 6/2026
Vereine und Verbände
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Verein für Heimat, Museum und Geschichte Durach e.V.

Beim Dreiköngistreffen des Heimatvereins Durach wurde traditionell der Duracher Geschichtsalmanach vorgetragen.

Und zwar die wichtigen Ereignisse mit der Jahresendziffer 6.

1426

Durach wird Pfarrei genannt, gehört aber amtlich zur Pfarrei Sankt Mang. St.Mang widerum ist Teil des Fürststiftes Kempten.

1426

Bächun“ (Bechen) wird erstmals erwähnt

1456

Durach hat 34 Stiftskemptische Höfe

1526

19. Jan. – Memminger Vertrag

Der Memminger Vertrag wurde vom 8. bis zum 19. Januar 1526 zwischen dem Abt von Kempten, Sebastian von Breitenstein, und seinen Untertanen- darunter Duracher - ausgehandelt. Nach den Bauernkriegsereignissen 1525 gab es erste Erleichterungen.

1546

Truppenwerbung in Durach für den Schmalkaldischen Krieg

Der Schmalkaldische Krieg wurde von 1546 bis 1547 von Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte geführt.

Ende

16. Jh. Verleihung der Tavernengerechtigkeit (Ausschank von Geträncken) an den Meierhof, heute „Gasthaus Schwanen“.

1616

10.Dez. - wird mit Hans Bichteler erstmals ein Bader/Barbierer erwähnt.

Sein Antrag auf Ausschankerlaubnis von Bier und Wein, neben dem Haarschneiden und Aderlassen, wurde ablehnt weil er ein „aines humoristischen, zänckischen und wiederwertigen Kopff ist.

1636

Schwedisches Regiment schlägt Nachtlager in Durach auf

Damit kam der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 auch nach Durach. Er war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa., der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände begann. Der Westfälische Friede beendete den Krieg und legte die Machtbalance zwischen Kaiser und Reichsständen neu fest. Noch heute gilt der 30jährige Krieg als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin.

1636

Durach hat etwa 300 Einwohner

1646

Erster Hinweis auf die Hammerschmiede in Weidach

1656

Errichtung einer Brauerei in Durach (Wo ist unbekannt)

1696

Gasthaus „Zur Krone“ Weidach wird erstmals erwähnt (Badehaus)

1706

vermutlicher Baubeginn der Wendelin Kapelle in Weidach. Aktuell: die Kapelle wurde mit Unterstützung des Heimatvereins 2023-2025 generalsaniert.

1796

10.8. – 8.9. – die verschiedensten Truppen beziehen Lager in und um Durach. Europa ist im Bann Napoleons. Es folgten die Koalitionskrieg bzw.die napolionischen Kriege.

1796

16. Sept. – Franzosen nehmen Reißaus. Im September 1796 waren Franzosen in Miesenbach und Durach einquartiert. Die Pferde, ungefähr 20 an der Zahl, waren in den Stallungen der beiden Wirte untergebracht. Die Österreicher lagen in den Orten Nägeleried und Eizisried.Nun war am 16. September 1796 eine große Hochzeit in Durach („hand dia Leit a Schneid ghett“) und trotz des Krieges wurde fleißig gezecht und getanzt. Und die lebenslustigen Franzosen beteiligten sich gar bald, sogar einschließlich der Stallwachen an dem Fest. Es ging hoch her, bis in die späte Nacht hinein. Das Treiben wurde aber den Österreichern bekannt und die beschlossen einen gewagten Streich, der auch gelang. Sie stahlen den Franzosen die Pferde! Am anderen Morgen war dann der Teufel los, von allen Seiten kamen die Österreicher und die pferdelosen Franzosen ließen alles im Stich – Geschütz, Pulverwagen und Gepäck – und flohen über Heidach und Burgratz der Martinszeller Brücke zu.

Ab 1806

Pfarrer hat als „königlicher Lokalschulinspektor“ Aufsicht über die Schule

1816

bis 1817 große Hungersnot

1836

5. Juni – „Das willkürliche Schießen auf dem Lande und in den Ortschaften ist verboten.“ (Hochzeits-und Neujahrsschießen)

1836

23. Nov. – Geburt von Hyazinth Epp (Kapuzinerorden in Amerika)

Hyazinth Epp wurde am 23. November 1836 als Sohn armer Bauersleute in Oberhof Hnr. 132 geboren. (Bader(Lochbihler)

Geradezu weltweite Bedeutung erlangte das Wirken des Paters Hyazinth Epp. Nach seinem Eintritt in den Kapuzinerorden 1858 empfing er 1862 in Würzburg die Priesterweihe. Die Ordensleitung entsandte den begabten jungen Priester dann im Jahre 1873 nach Pittsburgh im US-Staat Pennsylvania mit dem Auftrag, dort eine Niederlassung zu gründen. Mit Umsicht, Klugheit und unbeugsamer Energie ging Pater Hyazinth ans Werk, gründete mehrere Klöster und errichtete eine selbstständige Klosterprovinz, deren Vorsteher er viele Jahre hindurch war. Zu dieser Klosterprovinz gehörten noch zu seinen Lebzeiten 16 Klöster, 15 Pfarreien, 40 Missionskirchen, zwei Seminare, sowie Lehr- und Caritasanstalten sowie Krankenhäuser. Mehrmals wählten ihn seine zahlreichen Mitbrüder zum Provinzial. In dieser Funktiona r er öfters in Rom und besuchte dann auch seine Heimat Durach. Er verstarb am 31. August 1907. Eine Gedenktafel befindet sich neben dem Beichtstuhl in der Pfarrkirche Durach.

1836

Letztmals erscheint der Ausdruck „Pfarrgemeinde“ im Protokollbuch.

Ein aus der Fürststiftlichen Zeit her rührender Begriff für die pol. Gemeinde.

1856

Wirtschaft „Zur Sonne“ in Oberkottern wird gebaut

1856

bis 1857 – Das Schulhaus Bodelsberg wird gebaut

1866

Der „Deutsche Krieg“ beginnt. 15 Duracher Kriegsteilnehmer

Entschieden wurde der Krieg nach nur wenigen Wochen in der Schlacht von Königgrätz am 3. Juli 1866. dürften.

Fortsetzung und Ende folgt im nächsten Wochenblatt.

Quellen: Gemeindearchiv, Heimatvereinsarchiv.
Bearbeitung Johann Leitner+ und Herbert Seger