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Duracher Wochenblatt
Ausgabe 7/2026
Vereine und Verbände
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Literarisches Frühstück

Mit dem Thema „Humor kennt keine Grenzen“ begann der Literaturkreis das neue Jahr und es gab wirklich viel zu lachen, z. B. bei dem Vortrag von Dr. Peter Schneider, der die Ansichten eines geplagten Ehemannes schilderte, der dem Fasching garnichts abgewinnen konnte: „I mag nix wisse von em Ball, vo Gaudiwurm und sonscht am Knall, i hau des dick, des Tanze, Hupfe und au den Jägermarsch mit Schupfe und all dia Larve auf em Grind, wo d‘ numma weisch, wer d’Leit all sind, und in der Bar des schwummrig Licht, - na Leit, dia Fasnacht mag i nicht!“ Doch seine Ehefrau schleppt ihn trotzdem ungerührt zum Ball: „O mei Agath lauts recht krache, mei Lieber, dau hausch nix zum Lache, dia weiß sche wean se „küssen“ will; wenn i was sag, nau heißts „Sei still!“ (Verfasser Georg Ried). – Natürlich wird im Fasching auch mal über den Durst getrunken und ein Bürgermeister, der mit etlichen Promille im Blut trotzdem per Auto heimwärts fuhr, begegnete einer Verkehrskontrolle. Er bettelte den Polizisten, doch ein Auge zuzudrücken. „Er fährt mea weiter frohgelaunt, nach kurzer Fahrt er ziemlich staunt. A Polizischt wenkt ean mea raus, heit standet se mea rum, a Graus!“ Er läßt wieder das Fenster runter und hört den Beamten sagen: „Fahr Bürgermeister, s isch it schwer, doch fahr endlich aus deam Kreisverkehr!“ Diese Geschichte hörten wir von Brigitte Ernhofer, Verfasser H. Rösch). – Eine wundersame Überraschung gab es beim Vortrag von Gretel Welz-Winkler. Ein Ehepaar wünschte sich sehnlichst Kinder. Der Pfarrer, dem sie diesen vergeblichen Wunsch beichteten, riet ihnen zu einer Wallfahrt nach Lourdes, um dort eine geweihte Kerze anzuzünden und tatsächlich stellte sich daraufhin reichlicher Kindersegen ein. Nach etlichen Jahren wollte besagter Pfarrer das Ehepaar wieder besuchen. Doch als die Tür aufging, waren nur acht Kinder daheim und vom Ältesten die Auskunft kutt: „Mama und Papa seiet furtt, uff Lourdes seiet se gfahre – kurzentschlosse – sie miesse do a Kerz ausblose!“ (Verfasser Senzi Weizenegger). – Zum Staunen war auch, was Brigitte Rauh berichtete. Zwei Nachbarn trafen sich im Wirtshaus und der eine klagte über Schmerzen beim Kauen, weil er ein neues Gebiss nötig hätte. - Der Nachbar langt in sein Gwand und bietet ihm ein Gebiss an zum probieren. Aber weder dieses noch ein anderes wollen passen. Beim dritten endlich hat er Glück und es paßt perfekt. Daraufhin fragt er seinen Nachbarn: „Bist Du a Zahnarzt, a Dentist? – Der Ander lacht, steht auf und zahlt:“A Totengräber bin i halt!“ (Verfasser H. Lautenbacher). - Viel Beifall und Gelächter erntete auch Traudl Leitner. Sie erzählte von zwei „Frauen älteren Datums“. Die eine – schmerzgeplagt von mancherlei Leiden –beschwerte sich zuerst über heftige Ohrenschmerzen. Dazu gab ihr die Freundin den Rat, bald einen „Orologen“ aufzusuchen. Für die Schmerzen im Genick empfahl sie einen „Genickologen und gegen schmerzende Hämorriden meinte sie: „Jösches Maria, haben wir doch so gute Spezialisten auf ganze Welt. Wenn Sie haben genug Geld ist es am besten, sie fahren nach Äypten mit Bus oder Flieger. – Aber warum so weit? - No jo, hob ich gehert – gibt dort de besten Arscheologen!“ – Nach so viel Humor und Lachen wünschte Mathilde Wöll: „Egal wia dr iatz lacha dond, ob drucka odr nass, i wünsch dr bei ui alle Tag auf jeden Fall VIEL SPASS!“(Verfasser H. Sirch).

Der Moderator Leonhard Kremer begleitete ebenfalls mit viel Humor die Vorträge und war als echter rheinischer Fastnachtsfan mit entsprechenden Utensilien wie Kappe, Orden und Schal ausgerüstet und begeisterte das Publikum. Begeisterung und Beifall erntete auch Udo Horeth, der am Klavier sein musikalisches Können bewies. Er unterhielt die Gäste mit bekannten Schlagern aus Deutschland, Frankreich, Italien, USA und Österreich – ein professioneller Musiker. Dazu gab es das beliebte Frühstücksbüffet, das sogar mit Apfelkrapfen aufwartete.- Das nächste Literarische Frühstück erwartet Sie am 27. Februar 2026 zum Thema „Schneegestöber“, wie immer um 9.30 Uhr im Seniorenzentrum. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

J. Brettschneider