Erwachsene reden nur übers Klima und den notwendigen Klimaschutz, die Ebensfelder Schüler der Pater-Lunkenbein-Schule machten sich dagegen im wahrsten Sinn des Wortes vorbildlich auf den Weg. Nicht zum ersten Mal nahmen alle Klassen an der überregionalen Aktion "In die Schule GEH ich gern!" teil. In einer kurzen Feierstunde präsentierte eine Schülerabordnung zusammen mit Rektorin Ursula Hoydem ihre geleisteten Fußwege zur Schule und wurden mit einem kleinen Geldpreis des Bund Naturschutz dafür belohnt.
Voller Stolz zeigten und erklärten einige Schüler der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Schule die handgefertigten Plakate zu der Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrssicherheitsaktion, an der die Ebensfelder Schüler regelmäßig mit großem Erfolg teilnehmen. Jedes Stempelblatt symbolisiert einen Schulweg, der nicht mit dem "Elterntaxi", sondern zu Fuß, mit dem Bus oder auch mit Fahrrad oder Roller zurückgelegt wurde. Dass dies nicht selbstverständlich ist, erzählten nicht nur die engagierten Kinder sondern auch Rektorin Ursula Hoydem, die von zugeparkten Lehrerparkplätzen, Bushaltestellen und sogar Eingangsbereichen berichtete. BN Vorsitzender Ludwig Wendler, selbst Opa mehrerer Enkel, zeigte sich begeistert über die eingesparten Treib- und Schadstoffe, was dem geschädigten Klima und der Umwelt gut tut. Wofgang Dietz, pensionierter Sportlehrer, wies besonders auf die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und Fitness der Kinder hin, wenn sie nicht jeden Meter mit dem Auto gefahren werden. Dass bei gemeinsamen Gesprächen auf dem Weg dazu auch noch Freundschaften erst entstehen können und die Lust auf Schule deutlich ansteigt, hat er sowohl als Schüler als auch als Lehrer selbst erfahren. Otto Weidner, von Beruf Verkehrspolizist, lobte die Jungs und Mädels für ihren aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit auf dem Schulweg. Jedes Elterntaxi weniger, das zur Schule unterwegs ist, verringert auch die Gefahr eines Schulwegunfalls. Aus eigener Erfahrung berichteten die Kinder empört über zugeparkte Gehwege oder über Autofahrer, die sogar die Rote Ampel ignorierten. Den Auftrag der Kinder für sichere Schulwege zu sorgen nahm Gemeinderat Weidner gerne mit. Der sichtlich überraschten Rektorin konnte er zudem Zeitungsausschnitte präsentieren, die vor über 20 Jahren bereits vom Beginn der Schulwegaktion im Kreis Lichtenfels an der Pater-Lunkenbein-Schule berichteten.