Titel Logo
Hardbergbote - Mitteilungsblatt der Gemeinde Abtsteinach
Ausgabe 22/2026
Panoramateil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

„Bist du die neue Erzieherin?“ – Landtagsabgeordnete Dr. Josefine Koebe zu Besuch in im Stoanischer Abenteuerland

Landtagsabgeordnete Dr. Josefine Koebe zu Besuch in im Stoanischer Abenteuerland

Anlässlich des „Tag der Kinderbetreuung“ besuchte Dr. Josefine Koebe die Kindertagesstätte „Stoanischer Abenteuerland“, um sich mit der Leitung, Frau Melanie Navratil, und dem Bürgermeister der Gemeinde, Herrn Sven Bassauer, über die Situation der frühkindlichen Bildung und Betreuung in Abtsteinach auszutauschen. Melanie Navratil führte zunächst durch die Einrichtung und gab dabei Einblicke in die Räumlichkeiten, den Kita-Alltag, das pädagogische Konzept sowie aktuelle Herausforderungen.

Beim Rundgang durch die Einrichtung zeigte sich, dass das Miteinander hier sprichwörtlich einen besonderen Raum findet. Der Mix aus Neu- und Altbau verteilt die Kindertagesstätte auf mehrere Ebenen und verleiht ihr eine gemütliche Atmosphäre. Die besondere Architektur sorgt dafür, dass Kreativität und Einfallsreichtum in jeder Ecke des Hauses spürbar werden. In den Gruppenräumen waren Kinder damit beschäftigt, aus Holzbausteinen eine „Schneidemaschine für Holz“ zu bauen, während im Turnraum andere im Hängetuch entspannt zur Ruhe kamen.

 

 

Der Bürgermeister informierte im Gespräch über die Situation der frühkindlichen Bildung in der Gemeinde. Bei rund 2.400 Einwohnerinnen und Einwohnern gibt es insgesamt drei Kindertagesstätten. Die Kinderzahlen seien derzeit eher rückläufig, wobei im U3-Bereich ein gegenläufiger Trend zu verzeichnen sei. Sowohl Bürgermeister Bassauer, als auch Helmut Rutz, der dem Treffen als Vertreter der Sozialdemokraten in Abtsteinach beiwohnte, betonten, dass eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde sei.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Entwicklung der Einrichtung selbst. Nach einem längeren Übergabeprozess befindet sich die ehemals katholische Kindertagesstätte, deren Ursprünge auf ein Schwesternheim zurückgehen, inzwischen in kommunaler Trägerschaft. Auch das Gebäude wurde von der Gemeinde übernommen.

Gleichzeitig stehen Renovierungsarbeiten an. Gerade im Bereich des Brand- und Arbeitsschutzes gelten klare Vorgaben zum Schutz aller Beteiligten. Diese Anforderungen in einem gewachsenen Gebäudebestand praktikabel umzusetzen, ist eine große Aufgabe. Der Bürgermeister betonte hierzu: „Wir wollen den besonderen Charakter dieses Hauses erhalten und zugleich alle Anforderungen an Sicherheit und moderne Arbeitsbedingungen bestmöglich umsetzen.“ Dabei werde nicht nur auf gute Rahmenbedingungen für die Kinder geachtet, sondern ebenso auf die Arbeitsbedingungen des Personals. Geplante Schallschutzmaßnahmen sollen künftig zu einer angenehmeren Lautstärke im Alltag beitragen.

Als landespolitische Themen sprach die Abgeordnete mit der Leitung unter anderem über das Programm „Starke Teams, starke Kitas“, das vor Ort bereits genutzt werde. Zwar bestehen Bürgermeister und Leitung zufolge aktuell keine Personalengpässe, dennoch kam auch das Thema Kita-Assistenzen zur Sprache – eine Förderung des Landes, die Einrichtungen zusätzlich durch Personalkostenzuschüsse im nicht-pädagogischen Bereich unterstützen kann.

Zum Abschluss des Rundgangs wurde die naturnah gestaltete Außenanlage besichtigt. Diese bietet den Kindern vielfältige Bewegungs- und Entdeckungsmöglichkeiten. Dank eines kleinen Nachlasses bestehen nun zusätzliche Möglichkeiten, das Gelände weiterzuentwickeln.

 

 

Den besonders herzlichen Ausklang des Besuchs bildete eine gemeinsame Basteleinheit mit den Kindern. Die Abgeordnete hatte dafür ein Kreativangebot zum Malen und Basteln mitgebracht, bei dem die Fingerfertigkeit der Kinder beeindruckte. Mitten im gemeinsamen Werkeln fragte ein Kind: „Bist du die neue Erzieherin?“ – ein Moment, der für Schmunzeln sorgte. Auch der Gesprächsstoff ging beim Basteln nicht aus: mit der Spielidee „Rate mal, wie mein Papa heißt?“ war die Kreativität Koebes gefordert.

 

 

Die Abgeordnete dankte der Leitung und dem Bürgermeister für die interessanten Einblicke: „Wer eine Kita besucht, merkt schnell: Hier wird nicht nur betreut, hier wird jeden Tag gestaltet, gelacht, Tränen getrocknet, organisiert und manchmal auch improvisiert – und genau das macht ihren wertvollen Beitrag für das Leben in unserer Gesellschaft aus.“